Wunsch nach Bauland für Matzerath

Politisch beraten: Wunsch nach Bauland für Matzerath

Die Matzerather Dorfgemeinschaft ist aktiv geworden: Dem Bezirksausschuss Golkrath legte sie einen Antrag vor, der Vorschläge zur Entwicklung von Bauland enthält. Der Hintergrund: Junge Matzerather wollen in ihrem Heimatort weiterhin leben.

Sie sind in Matzerath aufgewachsen. Sie in einem Alter, in dem sie ihre eigene Zukunft planen, die bestenfalls auf Matzerather Grund und Boden basiert. Mit anderen Worten: Junge Matzerather wollen bauen. Aber: In dem kleinen Erkelenzer Ortsteil ist aktuell kein Baugebiet ausgewiesen. Das Thema kam nun in der Sitzung des Bezirksausschusses Golkrath auf den Tisch.

„Das Thema ist nicht neu, sondern schon einige Jahre alt. Doch jetzt geht es um ,Butter bei die Fische’“, sagte Ausschussvorsitzender Klaus Füßer (CDU), der dazu Anträge vom CDU-Ortsverband Golkrath und der Dorfgemeinschaft Matzerath dem Ausschuss vorlegte. Demnach geht es darum, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, ob in Matzerath weitere Baugrundstücke entwickelt werden können. Die Vorschläge sollen vor allem im Sinne der zeitnahen Realisierbarkeit erarbeitet werden. „Denn es besteht jetzt das Interesse zu bauen und nicht erst in fünf bis zehn Jahren“, heißt im Antrag des CDU-Ortsverbandes.

Diese beiden Vorschläge standen in der Sitzung des Bezirksausschusses zur Diskussion: Auf dem Bolzplatz an der Straße „Kauler Weg“ sollen acht Baugrundstücke entstehen. Ein neuer Bolzplatz soll dagegen an der Straße „Schwarzer Weg“ entwickelt werden. Zwischen diesem neuen Bolzplatz und dem bereits bestehenden Neubaugebiet am Schwarzen Weg soll Platz für drei bis sechs Grundstücke geschaffen werden. Vorschlag zwei sieht eine Verkleinerung des bestehenden Bolzplatzes vor. In Richtung Westen (zum Kaulen Weg hin) sollen dann vier Grundstücke entstehen. Am Schwarzen Weg könnte so auf den Bolzplatz verzichtet werden. Die Fläche für drei bis sechs Grundstücke soll dort aber wie im ersten Vorschlag vorgesehen sein. Beide Vorschläge sehen vor, den Spielplatz, der sich am Bolzplatz anschließt, nicht zu tangieren, sondern vollständig zu erhalten, lautet doch aus Matzerath die einhellige Meinung, dass dieser Spielplatz für Kinder in die Ortsmitte gehört und nicht an den Rand.

Auch hier - an der Straße „Schwarzer Weg“ - könnte ein kleines Baugebiet entstehen, hinzukommen könnte ein kleiner Bolzplatz, meinen die Matzerather. Foto: Anke Backhaus
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Die betreffenden Flächen, über die im Bezirksausschuss diskutiert wurde, gehören der Stadt Erkelenz, müssten also nicht erst noch erworben werden. Ausschussmitglied Ferdinand Kehren (SPD) warf die Frage auf, warum die Matzerather den vorhandenen Bolzplatz aufgeben wollen bzw. wie die derzeitige Nutzung aussieht. In früheren Zeiten feierte die Matzerather St. Josef-Schützenbruderschaft auf dem Bolzplatz das Schützenfest, unter anderem war dort das Festzelt aufgebaut. Heute veranstalten die Schützen dort alle zwei Jahre den Vogelschuss zur Ermittlung neuer Majestäten. Zwischenzeitlich fanden auf dem Bolzplatz mal schottische Highlandgames statt. Ansonsten wird der Bolzplatz nicht mehr für regelmäßige Veranstaltungen genutzt, auch nicht für den jährlich stattfindenden und sehr erfolgreichen Martinsmarkt im November.

Die Mitglieder des Bezirksausschusses einigten sich darauf, die erarbeiteten Vorschläge an die Stadtverwaltung weiterzuleiten. Zusätzlich wird sie aber auch beauftragt, mögliche alternativen Flächen in Matzerath ausfindig zu machen und mitzuteilen.

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