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Workshop im Katho Erkelenz ​: Ans fröhliche Malen herangeführt​

Workshop im Katho Erkelenz : Ans fröhliche Malen herangeführt

Beim Workshop im Katho spielten Technik und Theorie keine so große Rolle. Kleine Nachwuchskünstler im Alter von zehn bis 14 Jahren ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

(dg) Beim sogenannten Happy Painting Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen: Zehn junge Teilnehmer fertigten jetzt unter der fachkundigen Anleitung der Wegberger Künstlerin Simone Braun im Multifunktionsraum der katholischen Freizeiteinrichtung Katho farbenprächtige Kunstwerke an. „Jeder kann malen, wenn er nur in der Lage ist, einen Stift in der Hand zu halten“, sagt die Workshopleiterin, die bereits seit 2014 in ihrem eigenen Atelier in Wegberg Kinder, Jugendliche und Erwachsene an das „Fröhliche Malen“ heranführt. Dabei solle unbedingt der Spaß im Vordergrund stehen; Stress und Leistungsdruck gibt es ebenso wenig wie Vergleiche, „jenseits von Technik oder Theorie“, wie Sozialpädagogin Christina Meyers herausstellt, die das Katho leitet.

Bunte Motive sowie Farbvielfalt sprachen die kleinen Nachwuchskünstler im Alter von zehn bis 14 Jahren an – Sie konnten dabei frei entscheiden, ob sie das kostenfreie Kreativ-Angebot eine ganze Woche lang oder lieber nur an bestimmten Tagen nutzen wollten. Das jeweils zweistündige Kursangebot, das schnell ausgebucht war, verband die bekannte Methode der Aquarellmalerei mit dem Happy Painting ohne jegliche Motiv-Vorgaben. Und so entstanden im Katho-Keller unter anderem Landschaften und eine Giraffe. Die individuell gestalteten Kunstwerke durften die Kursteilnehmer mit nach Hause nehmen. An Erkelenzer Jugendliche ab zwölf Jahren richtete sich das zweite Angebot, das in der letzten Woche der Sommerferien ebenfalls mit Simone Braun stattfand: Die Mädchen und Jungen erstellten eigene Vorlagen, um die kunterbunte Graffiti-Kunst anschließend mit diesen Schablonen auf Leinwänden oder T-Shirts zu verewigen.

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„Der Kreativität der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt“, machte Katho-Leiterin Christina Meyers deutlich. „Stencil“ heißt diese Methode mit der Schablonenkunst in Fachkreisen. Für das Kinder- und Jugendzentrum in der Erkelenzer Innenstadt hat das vor allem bei Jungs beliebte kostenfreie Angebot jetzt einen bleibenden Wert. In Gemeinschaftsarbeit entstand ein Wandbild. Das Wegberger Katho hatte Christina Meyers den Kontakt zu der Künstlerin aus der Mühlenstadt vermittelt. Seit Anfang Januar ist sie ausgebildeter Coach für Happy Painting.

Simone Braun hat sich zum Ziel gesetzt, kleine wie große Kursteilnehmer davon zu überzeugen, dass sie malen können, wenn sie bereit sind, sich auf ein kreatives Experiment einzulassen und mit ihr auf eine abenteuerliche Kreativ-Reise zu gehen. Mit Aquarellfarben, Buntstiften oder Finelinern entstehen die bunten Bilder. „Als Kind hat man einfach losgelegt. Man hat sich keine Gedanken darüber gemacht, ob Proportionen stimmten oder Farben zusammenpassten. Es war egal, wie viele Beine ein Tier hat oder wie krumm und schief ein Haus war“, so Braun. „Man war frei in seinem Tun und ist einfach seinen Impulsen nachgegangen. Genauso funktioniert Happy Painting.“

Auch schon in den ersten Ferienwochen hatte sich Katho-Chefin Meyers einige Aktivitäten für die jungen Besucher der Erkelenzer Einrichtung überlegt. Bewegungsspiele und ein gemeinsames Picknick im nahe gelegenen Ziegelweiherpark standen unter anderem auf dem abwechslungsreichen Programm. Erdbeeren, Melonen und andere gesunde Speisen wurden dafür vorher von den Ferienkindern aus der Erka-Stadt zubereitet.