Erkelenz: Weihnachtsmagie einmal anders

Erkelenz: Weihnachtsmagie einmal anders

Thomas Busse und Julia Domenica luden zum "Etwas anderen Weihnachtskonzert" in die Leonhardskapelle.

Schnell noch die letzten Geschenke besorgen, Karten schreiben, die Zimmer festlich herrichten - die Adventszeit ist von viel Vorfreude auf das große Fest aber auch von Hektik geprägt, um alles rechtzeitig zu erledigen. Thomas Busse und Julia Domenica wollten dazu ein Gegengewicht bieten: Mit dem "Etwas anderen Weihnachtskonzert" feierten sie den Tourabschluss in Erkelenz, Busses Heimat. In der Leonhardskapelle präsentierten sie bekannte Weihnachtslieder aus aller Welt in eigener Interpretation aber auch selbst geschriebene Weihnachtslieder, Poesie und Kurzgeschichten sowie Songs aus ihrem aktuellen Programm. Passend dazu hatte Busse die Leonhardskapelle mit eigenen Bildern geschmückt.

"Ich liebe Weihnachten", sagte er zu Beginn des Konzertes mit viel Nachdruck. Das Ziel für ihn und seine Verlobte sei es vor allem, Ruhe in die hektische Weihnachtszeit zu bringen und so die ursprüngliche Weihnachtsmagie aufleben zu lassen. Die Lieder beschäftigten sich mit dem Gefühl von Geborgenheit und dem ursprünglichen Geist des Weihnachtsfestes, so beispielsweise in dem von Busse verfassten Song "Winterzauber". Aber auch spirituelle Themen spielten eine Rolle. Busse zeigte sich schockiert von seiner Beobachtung, dass viele Kinder heutzutage nicht mehr den religiösen Hintergrund der Weihnacht kennen. Um an den "Ursprung" des Festes zu erinnern, wurden auch bekannte Kirchenlieder dargeboten. In dem selbst geschriebenen Song "Schenke ein Licht" ging es wiederum darum, den Menschen zu helfen, denen es weniger gut geht als einem selbst.

Da sowohl Busse als auch Domenica seit Jahren poetische Texte schreiben, trugen sie eigene Gedichte und Prosa vor und vermittelten den Zuhörern einfühlsam ihr Verständnis von Weihnachten. Das englische Lied "Born is the King of Israel" gehörte genauso zum Programm wie "Jingle Bells", das deutlich flotter und schwungvoller als gewohnt durch die Leonhardskapelle schallte. "Wir finden, dass die romantische Version nicht wirklich zu Text und Stimmung passt, die der Song vermitteln soll. Daher haben wir uns freigenommen, das Lied anders zu singen", erklärte Busse mit einem Augenzwinkern. Das Publikum störte sich nicht im Geringsten daran - über das gesamte Konzert hinweg klatschte und sang es mit und belohnte die Musiker mit enthusiastischem Applaus.

Bei dieser stressfreien Einstimmung auf das Fest stach neben der gemütlichen Atmosphäre vor allem eines heraus: Die vielseitige Nutzung der teils außergewöhnlichen Instrumente. So bekamen die Kantele, Frame Drum und das Lotustambourine ihren besonderen Auftritt in den Händen von Julia Domenica. Einzigartig war der Einsatz der Körpertambura als Konzertinstrument. Normalerweise wird sie mit ihrem beruhigenden Klang für Therapiezwecke eingesetzt. Bei "Let us love" harmonierte sie wunderbar mit Gesang und Gitarren und passte sehr gut zum Harmoniegefühl, das die Künstler vermitteln wollten.

(kasc)