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Wegbergs Wunsch der Politik bei den Theaterpreisen gescheitert

Worte zur Woche : Erfüllte und unerfüllte Wünsche

Wegberg fehlt eine Idee und eine Mehrheit dafür, welchen Weg die Stadt kulturpolitisch einschlagen will. Diese zu entwickeln, wäre aber dringend geraten.

Wer Wassenberg besucht, erlebt eine Stadt mit Geschichte. Diese könnte möglicherweise bald in die Zukunft überführt werden. Denkbar ist eine virtuelle Führung durch die Stadt mit Graf Gerhard. „Augmented Reality“ ist das Stichwort, mit dem sich die Verwaltung, einen Antrag der WFW-Fraktion aufgreifend, jetzt näher beschäftigen will. Ein interessanter touristischer Ansatz.

Einen neuen Ansatz in der Mobilität wird demnächst wohl die West Verkehr GmbH in Erkelenz gehen. Der Verkehrsbetrieb bestätigte in dieser Woche, dass ein erster Elektrobus – möglicherweise für die Erka-Stadtbuslinie – gefördert wird. Ein lange gehegter Wunsch der Stadt Erkelenz würde damit in Erfüllung gehen. Den Tagebau Garzweiler II vor den Stadttoren, wird es wichtig sein, dass ein solcher Bus mit Ökostrom betrieben wird.

Nicht erfüllt hat sich ein Wunsch der Wegberger Politik: Man setze die Preise für die Theaterabende im Forum drastisch hoch und trage damit zur Haushaltskonsolidierung bei. Wenig überraschend haben das die Theaterbesucher nicht mitgemacht. Die Zahl der Abonnenten ging von 310 auf 241 zurück, der Einzelkartenverkauf verringerte sich von 327 auf 115. Trotz der Preiserhöhung nahm die Stadt weniger Geld ein als vorher. Jetzt steckt das Theaterangebot der Stadt Wegberg noch tiefer in der Krise: wie bisher bei den Finanzen, nun aber auch beim Image und in der Zukunftsfrage. Die Stadtverwaltung wurde vom Stadtrat beauftragt, mögliche Kooperationen zu prüfen und nach Sponsoren zu suchen. Was aber tatsächlich nötig wäre, ist eine Idee und eine Mehrheit dafür, welchen Weg Wegberg kulturpolitisch einschlagen will.