Wahrzeichen muss Tagebau weichen: Immerather Dom wird ab 8. Januar abgerissen

Wegen Braunkohlentagebau: Immerather Dom wird ab 8. Januar abgerissen

RWE Power beginnt am Montag, 8. Januar 2018, mit dem Abriss des Immerather Doms. Das bestätigt RWE-Sprecher Guido Steffen.

Die ehemalige römisch-katholische Kirche St. Lambertus Immerath ist ein Schmuckstück neuromanischer Baukunst und gilt mit ihrer markanten Doppelturmfassade — der einzigen im Kreis Heinsberg — als weithin sichtbares Wahrzeichen der Region. Sie muss nun den vorrückenden Baggern des Braunkohlentagebaus Garzweiler II weichen.

Der Immerather Dom, wie die Kirche im Volksmund genannt wird, wurde von 1888 bis 1891 nach Entwürfen des Kölner Baumeisters Erasmus Schüller erbaut und im Oktober 2013 entwidmet. RWE Power ließ die Turmkreuze im Juni 2017 von den Spitzen des Turms demontieren. Die sechs Glocken der Immerather Lambertuskirche wurden bereits Anfang 2014 durch die Schallfenster aus den beiden Türmen des "Doms" herabgelassen.

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Der Immerather Dom wird nach Angaben von RWE Power nicht gesprengt, sondern, ähnlich wie die Kirche in Borschemich, von großen Baggern abgerissen. Interessierte Bürger sollen die Abrissarbeiten verfolgen können, allerdings mit dem gebotenen Sicherheitsabstand, teilt RWE Power mit. Der Abriss des Immerather Doms wird mehrere Tage dauern. In Immerath (neu) gibt es als Ersatzbau für den alten Immerather Dom die St.-Lambertus-Kapelle.