Erkelenz: "Wadera" bei ProArte: Fotografie der Kontraste

Erkelenz: "Wadera" bei ProArte: Fotografie der Kontraste

Es ist der Kontext bedingungsloser Stille und das wubbernde Lautsein des Heavy-Metal-Sounds, den die Fotokünstlerin "Wadera" zu einer Plattform der Gegensätze zusammenfügt.

Das sind verlassene Orte ("Lost Places") mit ihrem morbiden Charme oder emotionale Momentaufnahmen von Rock-Konzerten. Das ästhetische Kontrastprogramm ihrer Ausstellung in der ProArte Galerie in Erkelenz am Franziskanerplatz 6 ist eine Präsentation von ungeheuerlicher Vielfalt und auf den Punkt gebrachte Präzision. Mit ihren Fotos transportiert die die Fotografin Emotionen, Leidenschaft und Energie.

Aleksandra Gonet - auch unter ihren Künstlernamen Wadera bekannt - hält mit ihrer Kamera das Gegensätzliche aus Bewegung und Stillstand, aus Leben und Vergänglichkeit, aus Moment und Ewigkeit fest und bannt sie auf die fotografische Platte. Leidenschaft und das richtige Maß an Auge und Bauchgefühl geben ihren Werken das Besondere. So wird nicht nur die Faszination der 43-jährigen Mönchengladbacherin für verlassene Orte, alte Gebäude wie Burgen und Kirchen und in Vergessenheit geratene Industrieobjekte deutlich, sondern auch ihre große Liebe für Heavy Metal-Festivals. Auf "500px", einer der populärsten Bilderplattformen im Internet, ist sie beim Wettbewerb "Fog" (Nebel) zur Fotografin des Monats geworden.

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Die Vielfalt ihrer Werke zeigt einen Querschnitt ihres fotografischen Schaffens, die Impressionen der Bilder umweht die Aura des Geheimnisvollen. Bei ihren Arbeiten musste die"Wölfin" - so wird Wadera in Spanien übersetzt - auch trainieren, körperlichen Einsatz bringen, denn Zäune, Gesträuch, Schutt oder Unterirdisches sowie Angst wollten überwunden sein. "Ob eine Aufnahme gelingt, ist oft dem Licht und dem Glück geschuldet, vor allem bei Konzerten", verrät sie, "und die Ästhetik des Verfalls ist immer wieder ein ganz besonderes Stillleben."

Die Vernissage ist am Freitag, 2. März, 19 Uhr, die Ausstellung an den folgenden Sonntagen (4., 11., und 18. März) jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

(RP)