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Erkelenz Unterstützung besiegelt

Erkelenz · Am Anfang der neuen Umsiedlungsphase für den Tagebau haben die Stadt Erkelenz und RWE eine Vereinbarung besiegelt. Die Kooperation erstreckt sich bis zur gemeinsamen Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten.

Ihre Kooperation haben die Stadt Erkelenz und RWE Power als Betreiber des Braunkohlentagebaus mit Unterschriften besiegelt. Auf sechs Handlungsfeldern, die im Zuge der Umsiedlung oder der Inanspruchnahme von Flächen für den Tagebau nicht gesetzlich geregelt oder gefordert sind, soll die bisher lose Zusammenarbeit gefestigt werden.

Für Menschen, die von der Umsiedlung betroffen sind, sind in der am Freitag unterschriebenen Vereinbarung Aspekte wie die Vereinsförderung verbindlich festgehalten. Für die Stadt wichtig werden sollte das gemeinsame Liegenschafts- und Flächenmanagement.

Erkelenz ist nicht die erste Kommune, mit der RWE eine solche Vereinbarung geschlossen hat. Da sie aber den jeweiligen Gegebenheiten angepasst wird, haben beide Seiten dort hinein viel Zeit investiert, sagte Bürgermeister Peter Jansen, der für die Initiative von RWE Power dankte: "Die Vereinbarung fordert beide Seiten auf, immer wieder hineinzuschauen, sie umzusetzen und sich selbst in die Pflicht zu nehmen.

Sie schaffe Verbindlichkeit für beide Seiten und Transparenz. Alois Herbst von RWE erklärte, dass das Energieunternehmen wisse, "dass wir gefühlte und echte Nachteile erzeugen – hier greift der Rahmenvertrag", der sechs Felder umfasst, sich aber auf zwei Grundthemen zusammenfassen lässt: Nachbarschaftshilfe für die Menschen und Kooperation mit der Stadt Erkelenz.

Zur Nachbarschaftshilfe lässt sich die Vereinsförderung zählen, für die Regeln gefunden wurden und die ausgebaut werden soll, es zählen auch Sponsoring und Spenden dazu. "Wir wollen auch unsere Ausbildungspartnerschaften mit Schulen ausdehnen", erklärte Lars Kulik von RWE. Und sechs Plätze sollen im Programm "Ich schaff' das" eingerichtet werden, an dem ehemalige Hauptschüler teilnehmen können, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

RWE-Netzwerk zunutze machen

Von Bedeutung für die Stadt Erkelenz ist das gemeinsame Liegenschafts- und Flächenmanagement. "Wir bleiben autark", betonte Bürgermeister Jansen, jedoch werde Erkelenz von einer engeren Zusammenarbeit profitieren: "RWE unterstützt uns, Flächen zu erwerben, wir können auf das Know-how des Unternehmens zurückgreifen und dessen Netzwerke." So könne RWE – dafür gebe es Beispiele in Städten wie Grevenbroich – bei der Ansiedlung neuer Firmen hilfreich sein.

Auch für Landwirte könne die Zusammenarbeit wichtig werden, erklärte der städtische Beigeordnete Ansgar Lurweg: "Durch den Tagebau wird unser Stadtgebiet immer enger und die Entwicklungsflächen werden weniger, so dass wir mittels RWE unseren Blick weiter schweifen lassen können."

Ein in Erkelenz ansässiger Landwirt müsse nicht unbedingt alle Flächen auf dem Stadtgebiet haben, und RWE wisse, wo es in der Nachbarschaft möglicherweise freies Land gebe und könne bei der Vermittlung helfen.

(RP)
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