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Erkelenz: Umzug mit guter Jahresbilanz im Gepäck

Erkelenz : Umzug mit guter Jahresbilanz im Gepäck

Wenige Stunden vor Beginn des Umzugs und gut zwei Wochen vor Eröffnung der neuen Hauptstelle in Erkelenz zog die Kreissparkasse in gewisser Weise den Schlussstrich unter die 40 Monate des Umbruchs und des Neubaus.

Der Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg stellte gestern die Jahresbilanz für 2013 vor. Dabei blickte er auf ein "gutes Geschäftsjahr" zurück, das "sehr zufriedenstellte" und das von "stabilen Entwicklungen" geprägt war. "Sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft haben wir unsere Marktposition gefestigt und bewegen uns im Kundengeschäft leicht oberhalb des sehr guten Vorjahresniveaus", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Pennartz. "Wir haben an die Erfolge der Vorjahre angeknüpft."

 Ab Montag ziehen die ersten Mitarbeiter in die neue Hauptstelle der Kreissparkasse am Dr.-Eberle-Platz in Erkelenz. Am 17. Februar hat sie ab 8.30 Uhr für Kunden geöffnet. Im Mai wird das Backhaus Oebel ein Café im Erdgeschoss (zur Kölner Straße hin) eröffnen, erklärte der Sparkassen-Vorstand (v.l.) Dr. Richard Nouvertné, Thomas Pennartz und Hans-Josef Mertens..
Ab Montag ziehen die ersten Mitarbeiter in die neue Hauptstelle der Kreissparkasse am Dr.-Eberle-Platz in Erkelenz. Am 17. Februar hat sie ab 8.30 Uhr für Kunden geöffnet. Im Mai wird das Backhaus Oebel ein Café im Erdgeschoss (zur Kölner Straße hin) eröffnen, erklärte der Sparkassen-Vorstand (v.l.) Dr. Richard Nouvertné, Thomas Pennartz und Hans-Josef Mertens.. Foto: Jürgen Laaser

Künftig macht die Sparkasse diese Geschäfte wieder am Dr.-Eberle-Platz. Ab Montag wird die oberste Etage bezogen. Die anderen folgen nach und nach. Bis zuletzt das Kundencenter umzieht und die Kreissparkasse an ihrem angestammten Platz in der Erkelenzer Innenstadt am 17. Februar für die Kunden wiedereröffnet.

Schlecht wahren die etwas mehr als drei Jahre im Übergangsgebäude an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße mitnichten. Dazu listeten die Vorstände Dr. Richard Nouvertné und Hans-Josef Mertens gestern Zahlen auf. Insgesamt stellte die Kreissparkasse 2013 neue Kredite und Darlehen in Höhe von 311 Millionen Euro aus, was 77 Millionen Euro weniger als 2012 waren, doch sei dieses ein besonders starkes Jahr gewesen, sagte Nouvertné. 2013 sei verstärkt mit Bestandskunden gearbeitet worden, Unternehmen des Mittelstands sei es gutgegangen, so dass sie vermehrt aus Eigenmitteln investierten, außerdem gebe es wegen der Schuldenkrise Unternehmen, die sich noch mit Investitionen zurückhielten, und vor allem hätten auch öffentliche Haushalte weniger Kredite neu aufgenommen als 2012 (minus 14,4 auf 140,8 Millionen Euro). "Insgesamt erreichten wir in den Kreditbeständen ein leichtes Wachstum von 5,7 Millionen Euro. Das Leasingneugeschäft war mit 16,3 Millionen Euro auf hohem Niveau leicht rückläufig. Wir sagten Wohnungsbaukredite mit einem Volumen in Höhe von 146 Millionen Euro zu. Und fragten 2012 unsere Kunden 1444 Konsumentenkredite mit einem Volumen von 14,9 Millionen Euro nach, waren es 2013 noch 1370 Kredite über 13,8 Millionen Euro", rechnete Nouvertné vor.

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Weitestgehend stabil entwickelte sich im Vorjahr auch das Einlagengeschäft. Insgesamt ergab sich ein leichtes Plus von 2,8 auf 1990,8 Millionen Euro. Stärker gefragt waren bei Privatkunden wieder die klassischen Sparprodukte, bei denen das Jahr mit einem Plus von 70,6 auf 941,9 Millionen Euro schloss. Auch Lebensversicherungen erlebten ein Wachstum.

Zwei Werte sprechen für den Vorstand der Kreissparkasse eine besonders deutliche Sprache, welche die gute Lage des Instituts verdeutlichten. "Wir erfüllen schon heute die strengen Anforderungen von Basel III, die sukzessive bis 2019 aufzubauen sind. Bezogen auf die Bilanzsumme verfügen wir über ein Kernkapital von 7,1 Prozent. Das ist ein Ausdruck unserer Stabilität", sagte Mertens. Und Pennartz erklärte: "Nach Steuern sollte für 2013 wie 2012 wieder ein Jahresüberschuss von etwa 10,1 Millionen Euro bleiben, wovon an unsere Träger, den Kreis Heinsberg und die Stadt Erkelenz, eine Million Euro ausgeschüttet werden sollen. Neun Millionen gehen in unsere Sicherungsrücklage." Rechne man die 1,7 Millionen Euro hinzu, die von der Sparkasse jährlich über Zuwendungen und Spenden zum Wohle der Menschen im Kreisgebiet ausgegeben werden, sei der Unterschied zu überregional agierenden Banken zu erkennen: "Aufgabe der Kreissparkasse ist es, die Lebenssituation der Menschen in ihrer Region zu verbessern." Werden Gewinne erwirtschaftet, würden sie dazu genutzt.

(RP)