Erkelenz: Turmspitze kann saniert werden

Erkelenz: Turmspitze kann saniert werden

Der Helm des Lambertiturms muss nicht komplett erneuert werden. Zu diesem Ergebnis sind nun auch die Obere und Untere Denkmalbehörde gekommen. Dennoch rechnet Pfarrer Rombach mit rund 1,5 Millionen Euro für die Instandsetzung. Der Heimatverein startet eine Postkartenaktion.

Was Werner Rombach, Pfarrer an St. Lambertus Erkelenz, gegenüber der Rheinischen Post bereits bei der Demontage des Marienleuchters vor gut zwei Monaten als Option in Aussicht gestellt hatte, ist nun sicher: Die Spitze des Lambertiturms kann saniert, muss jedoch nicht runderneuert werden. "Octavia Zanger von der Oberen und Ruth Ciré von der Unteren Denkmalbehörde haben wichtige Impulse gegeben. Der größte Teil der Turmspitze kann erhalten werden", erklärt der Pfarrer am Rande eines Gesprächs mit dem Heimatverein der Erkelenzer Lande, der seine Postkartenaktion mit Motiven des Lambertiturms zugunsten dessen Erhalts vorgestellt hat.

Das marode gewordene Stahlskelett im Helm muss nun nicht – wie ursprünglich angenommen – durch eine Holzkonstruktion ersetzt werden. "Die Unterkonstruktion bleibt erhalten", bekräftigt Rombach. Erneuert werden müssen dagegen die Kupferplatten und die Kanzel am oberen Ende des Helms. "Dazu wird die Turmuhr beleuchtungstechnisch auf einen neuen Stand gebracht", fügt der Pastor hinzu.

Zugleich nennt er weitere Details. So werde der Turm für die Arbeiten ein dreiviertel Jahr eingerüstet werden. "Da im Winter nicht gearbeitet werden kann, wird das ungefähr von Februar bis November der Fall sein." Ein Jahr nennt er noch nicht: "Das Bistum drängt aber darauf, dass wir bald loslegen – die Mittel aus der öffentlichen Hand werden ja immer knapper."

Fakt sei auf alle Fälle, dass nun mit weit mehr Geld von Denkmalbehörden und weiteren Institutionen gerechnet werden könne. "Bei substanzerhaltenden Maßnahmen fallen die Zuschüsse einfach bedeutend höher als bei einem Neubau aus." An der grundsätzlichen Höhe der Instandsetzungskosten für den Helm, der seit 1880 sein heutiges Gesicht hat, habe sich nichts geändert. "Wir rechnen mit ungefähr 1,5 Millionen Euro", sagt Rombach.

Einen Teil zu der Summe möchte der Heimatverein beisteuern. "Uns schweben insgesamt 18 000 Euro vor. 1000 Euro haben wir schon. Wenn jedes unserer 900 Mitglieder nur zehn Euro spendet, hätten wir schon 10 000 Euro. Dazu kommen dann hoffentlich noch 8000 Euro aus der Postkartenaktion", sagt Geschäftsführer Theo Görtz. Die Fotos für die beiden Postkartenserien stammen von Willi Wortmann und Leander Schiefer. "Wir greifen mit der Aktion auf eine Idee aus den Jahren 1951/52 zurück. Da hatte der Heimatverein für den Wiederaufbau des Lambertiturms als Denkmal für die Gefallenen des Grenzlands schon einmal einen Postkartensatz erstellt", sagt Vorsitzender Günther Merkens, der die besondere Verbundenheit des Vereins mit dem Turm bekräftigt: "Er ist einfach das Symbol des Erkelenzer Landes."

(RP)