Wassenberg Tod auf der Einsatzfahrt

Wassenberg · Tragische Folgen hatte am Montag ein Feuerwehreinsatz beim Brand eines leerstehenden Hauses in Borschemich (alt). Auf der Fahrt zum Einsatzort überschlug sich ein Feuerwehrfahrzeug. Der Beifahrer starb am Unfallort.

 Feuerwehrleute, Notarzt und Rettungskräfte beim Einsatz am Unfallort des Feuerwehrfahrzeuges zwischen Kaulhausen und Unterwestrich. Für den Beifahrer kam jede Hilfe zu spät.

Feuerwehrleute, Notarzt und Rettungskräfte beim Einsatz am Unfallort des Feuerwehrfahrzeuges zwischen Kaulhausen und Unterwestrich. Für den Beifahrer kam jede Hilfe zu spät.

Foto: Günter Passage

Ein 34 Jahre alter Feuerwehrmann aus Wassenberg-Effeld ist am Montag auf der Fahrt zur Einsatzstelle in Borschemich (alt) ums Leben gekommen. Der Mann saß als Beifahrer in einem Feuerwehrauto, das in einer Linkskurve von der Landstraße 354 zwischen Kaulhausen und Unterwestrich abkam. Der 56-jährige Fahrer des Fahrzeugs wurde schwer verletzt. Die Feuerwehrleute waren auf dem Weg zu einem Großbrand in Borschemich.

Um 17.25 Uhr heulten in Erkelenz die Sirenen. Aus Borschemich wurde der Feuerwehr ein Dachstuhlbrand gemeldet. Als die ersten Feuerwehrleute auf der Immerather Straße eintrafen, stand das leerstehende Gebäude lichterloh in Flammen. Wie bei solchen Einsätzen üblich, wurde auch das so genannte Wechselladerfahrzeug angefordert. Das Feuerwehrauto des Kreises Heinsberg ist in der Erkelenzer Feuerwache stationiert und mit 120 Stahlflaschen für Atemschutzgeräte ausgerüstet.

Nach Polizeiangaben geriet der Lkw mit den beiden Feuerwehrleuten kurz hinter Kaulhausen nach rechts auf den Grünstreifen, stellte sich quer zur Fahrbahn, überschlug sich und landete im Feld. Angesichts des tragischen Unfalls zeigte sich der Erkelenzer Feuerwehrchef Wolfgang Linkens geschockt. Er war sofort vom Brandort zur Unfallstelle geeilt. Auch Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper kam nach Kaulhausen. Dort wurden mit einem Polizeihubschrauber Luftbilder zur Rekonstruktion des Unfalls gemacht.

"Dass es einen Kameraden auf der Fahrt zum Einsatz erwischt, habe ich in meinen 40 Jahren bei der Feuerwehr noch nicht erlebt. Das ist schrecklich", sagte Prömper. Das Feuer in Borschemich wurde womöglich vorsätzlich gelegt. Zeugen sollen kurz vor dem Brand junge Leute gesehen haben, die das leerstehende Haus verließen und wegfuhren. In diesem Zusammenhang fiel Zeugen ein Fahrzeug mit Gladbacher Kennzeichen auf.