Klimacamp: Tausende Demonstranten zu Braunkohleprotest erwartet

Klimacamp: Tausende Demonstranten zu Braunkohleprotest erwartet

Tausende Menschen werden zum Klimacamp in Erkelenz erwartet. Es wird Protestaktionen geben. Die Polizei schließt Gewalt nicht aus und wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein.

Mit dem Klimacamp Rheinland beginnt am Freitag ein Braunkohleprotest, der zu einem der größten in Nordrhein-Westfalen werden könnte. Die Veranstalter erwarten bis zu 6000 Teilnehmer auf dem Areal in Erkelenz am Tagebau Garzweiler. Nach einem Bildungsprogramm soll es vom 24. bis zum 29. August zu Protestaktionen im Rheinischen Revier kommen. Umweltverbände rufen für den 26. August zu einer kilometerlangen Menschenkette auf.

Die Aachener Polizei schließt gewaltsame Proteste nicht aus. Sie wird von Einsatzkräften aus ganz NRW unterstützt und kündigte eine konsequente Strafverfolgung an. Die Polizei werde dafür Sorge tragen, dass die Infrastruktur weder angegriffen noch beschädigt oder zerstört werde. Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" erklärte, man werde keine Infrastruktur beschädigen und keine Menschen gefährden.

  • So lief der Protest der Braunkohleaktivisten 2016

Die Proteste im Rheinland finden vor dem Weltklimagipfel im November in Bonn statt. Das Rheinische Braunkohlerevier ist nach Angaben von "Ende Gelände" die größte CO2-Quelle Europas. Regierungsvertreter würden seit 23 Jahren verhandeln, ohne die globale Erwärmung erfolgreich zu begrenzen. Eine "kämpferische" Klimabewegung sei notwendiger denn je.

(top/lnw)