1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Strukturwandel: Weichen gestellt für Erkelenzer Projekte

Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet : Weichen für Erkelenzer Projekte gestellt

Die Bund-Länder-Vereinbarung ist unterzeichnet. Das Zukunftsrevier soll nun aktiv gestaltet werden. Bürgermeister Peter Jansen hebt drei „Erkelenzer Projekte“ hervor, die nun auf den Weg gebracht werden könnten.

Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen begrüßt es, dass nun mit der Unterzeichnung der Bund-Länder-Vereinbarung der nächste Schritt für den angestrebten Strukturwandel in der Kohleregion Rheinisches Revier getan wurde.

Das Bund-Länder-Koordinierungsgremium hat am 27. August in Berlin die Vereinbarung unterzeichnet und damit die Projekte für Kohleregionen wie dem Rheinischen Revier beschlossen. Das geht aus einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Damit seien die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Bundesweit stehen dafür in den Jahren 2020 und 2021 jeweils eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Geplant: Ein Konzept zeigt das grüne Band für Holzweiler. Foto: Büro RaumPlan Aachen

Für das Erkelenzer Land bedeutet dieser Schritt, dass die Projekte der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR), mit denen der Strukturwandel nach dem Auslaufen der Braunkohlegewinnung im Tagebau Garzweiler erreicht werden soll, nun begonnen werden können. Der ZRR hat 83 Projekte beschlossen, die in die Liste „Sofortprogramm plus“ aufgenommen wurden, darunter das Kompetenzzentrum Transfer der Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Future Site InWest, hinter der sich die im Landesentwicklungsplan ausgewiesene Industriefläche Lindern verbirgt. Außerdem geht es um das Innovation Valley, die Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen und den Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen, drei Projekte des Zweckverbandes Landfolge, in dem sich Erkelenz, Möchengladbach, Jüchen und Titz zusammengeschlossen haben.

Bürgermeister Peter Jansen hebt drei „Erkelenzer Projekte“ hervor, die nun auf den Weg gebracht werden könnten. Erstens: das Projekt RIO, bei dem alte Gewerbeimmobilien in der Nähe des Erkelenzer Bahnhofs erneuert und damit hochwertige Arbeitsplätze mit Zukunft geschaffen werden sollen. Zweitens: bei dem Projekt „Dorf der Zukunft“ geht es um die Frage, auf welche Weise Orte wie Holzweiler, Venrath und Kaulhausen so gestärkt werden können, dass sie sich trotz ihrer künftigen Lage am Tagebau Garzweiler II positiv entwickeln können. So ist beispielsweise für Holzweiler vorgesehen, die Gemeinschaft zu stärken, Straßen umzugestalten und einen Grüngürtel („grünes Band“) anzulegen. Drittens: das Projekt „Gipco advanced“ mit der Planung und Umsetzung von interkommunalen Gewerbegebieten, zum einen an der Bundesstraße 57 in Richtung Hückelhoven als Ergänzung des vorhandenen Gewerbe- und Indstustrieparks Commerden (Gipco), zum anderen die Entwicklung einer Fläche gemeinsam mit der Gemeinde Titz in Autobahnnähe bei Jackerath.