Erkelenz: Straßenbau - erwartet, erwünscht und geplant

Erkelenz : Straßenbau - erwartet, erwünscht und geplant

Die Rodung für die Straßenverbindung zwischen der B 57 und L 227 startet. Der Baubeginn verschiebt sich allerdings um ein halbes Jahr. Weitere Straßenbaumaßnahmen sind für Erkelenz in Vorbereitung.

Die Anwohner des Oerather Mühlenfeldes sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Deutlich wurde das im Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte, wo der Antrag auf eine Querungshilfe an der Kreuzung von Xantener Allee und Kempener Ring, somit am Ausgang des zentral gelegenen Spielplatzes, gestellt wurde.

"Dort müssen das Tempo der durchfahrenden Autos gedrosselt und ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht werden", forderte Daniel Schwarz, Sachkundiger Bürger für die CDU. Lange hätten die Anwohner kein Problem an dieser Stelle registriert: "Seit aber die Autos von der Hückelhovener Straße einmal quer durch das Oerather Mühlenfeld fahren können, hat sich der Verkehr erhöht." Die Stadtverwaltung soll nun für den Bezirksausschuss einen Vorschlag erarbeiten, wie die Situation entschärft werden kann, und zusätzlich das gefahrene Tempo der Autos messen.

Entspannen könnte sich die Lage, wenn die Hückelhovener Straße wie vom Landesbetrieb Straßen NRW geplant an die Bundesstraße 57 angeschlossen wird. Dann dürfte sich der Durchgangsverkehr wieder reduzieren. Der für das zeitige Frühjahr 2015 avisierte Baustart für das Verbindungsstück zwischen der B 57 und L 227 verschiebt sich allerdings, teilte der Landesbetrieb gestern auf RP-Anfrage mit. Die Ausführungsplanungen befänden sich derzeit in der Fertigstellung, so dass zur Jahresmitte mit der Ausschreibung zu rechnen sei.

"Der Baubeginn kann dann im Oktober sein", erklärte Markus Reul, vom Landesbetrieb. Sichtbar werden soll das Vorhaben jedoch schon heute, spätestens morgen: "Es sind noch Rodungsarbeiten an den Straßen nötig, die jetzt durchgeführt werden."

Straßenbaumaßnahmen in Regie der Stadt Erkelenz für das Jahr 2015 kündigte im Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte Tiefbauamtsleiter Werner Spartz an. Für die Südpromenade laufe die Ausschreibung. Im nächsten Bauausschuss wolle er Vergabevorschläge unterbreiten. Am Flachsfeld sei für die geplante Kanal- und Straßenbaumaßnahme die Bürgerbeteiligung angelaufen. In der zweiten Jahreshälfte könnten die nötigen politischen Beschlüsse gefasst werden, so dass das Projekt zum Jahreswechsel beginnen könnte. Die Sanierung der Brückstraße rücke ebenfalls näher. Hier werde in diesem Jahr noch mit der Bürgerbeteiligung gestartet.

Ab dem Sommer soll außerdem der Kanal im Kreuzungsbereich von Zehnthofweg und Von-Reumont-Straße erneuert werden. Für das Frühjahr sei die Ausschreibung der Maßnahme vorgesehen. Verschoben worden ist hingegen der Endausbau des Parkwegs, weil dort zunächst noch ein drittes Bauprojekt realisiert werden soll, berichtete Werner Spartz.

Wünschen würden sich die Bellinghovener eine weitere Straßenbaumaßnahme: die Verlängerung des Fahrradweges an der Jülicher Straße bis zur Kölner Straße, damit sie von der Innenstadt kommend sicher dort entlangfahren können. Ein Grundstückserwerb entlang des bisherigen Fußwegs sei für die Stadt Erkelenz teilweise gar nicht nötig oder, wo doch, möglich, haben einige Bellinghovener in Erfahrung gebracht. Darüber wurde der Bezirksausschuss informiert.

Einstimmig sprachen sich dessen Mitglieder dafür aus, dass die Stadtverwaltung ein Gespräch mit dem Antragsteller (Kapellengemeinde Bellinghoven) führen und sich danach abschließend gegenüber dem Ausschuss äußern soll. Heinz Baltes (Sachkundiger Bürger der CDU) erklärte dazu: "Wir vertreten den gemachten Vorschlag mit Nachdruck gegenüber der Stadtverwaltung."

(RP)