Erkelenz : Stadtradeln: Mehr als zwei Mal um den Äquator

Das dritte Erkelenzer Stadtradeln für ein gutes Klima ist mit Rekordbeteiligung zu Ende gegangen. In drei Wochen sind die 395 Teilnehmer mehr als zwei Mal um den Äquator geradelt und vermieden damit rund zwölf Tonnen CO2. Die erfolgreichsten Teams wurden ausgezeichnet.

Erkelenz hat vom 23. Juni bis 13. Juli an der internationalen Kampagne „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ des Klimabündnisses teilgenommen. Insgesamt legten in Erkelenz 395 Radler in 43 Teams in drei Wochen 84.101 Kilometer zurück und vermieden rund zwölf Tonnen CO2 im Vergleich zur Nutzung eines durchschnittlichen Pkw. Damit wurden die Ergebnisse der Vorjahre bei allen Kriterien deutlich übertroffen. Auch die Bandbreite der Teams hat sich erweitert. Freizeitteams, Familienteams, Vereinsteams, Parteiteams, Firmen- und Verwaltungsteams, Kitateams und ein Schulteam sind angetreten und haben ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und ein gutes Klima gesetzt.

Bei einer Abschlussveranstaltung auf Haus Hohenbusch haben rund 80 Stadtradler im Beisein von Bürgermeister Peter Jansen in geselliger Runde das schöne Ergebnis gefeiert und Erfahrungen ausgetauscht. Dabei wurden die offiziellen Ergebnisse bekanntgeben und die erfolgreichen Teams geehrt.

Die Team-Ergebnisse im Überblick: Radelaktivste Teams mit den meisten Kilometern: 1. Team Geditz Genussradreisen/Pedal Pusher (8912 Kilometer), 2. Offenes Team Erkelenz (7677), 3. Die Unterhopften (6003). Teams mit den radelaktivsten Teilnehmern (Kilometerleistung pro Teammitglied): 1. Aktion der fahrradfahrenden Charismatiker (1240 Kilometer pro Teammitglied), 2. Die 3 lustigen Zwei (1080), 3. Coffee & Chainrings Moutainbike Verein (638). Größte Teams (Anzahl der Teilnehmenden): 1. Offenes Team Erkelenz (39 Teilnehmende), 2. Kita Oerather Mühlenfeld (35), 3. Ski- und Freizeitsportclub (31). Der aktivste Teilnehmende hat in den 21 Tagen 1731 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Insgesamt haben neun Teilnehmende die 1000-Kilometer-Marke geknackt.

Klimaschutzmanager Oliver Franz wertet die Ergebnisse, insbesondere die erneut gestiegene Teilnehmerzahl, als großen Erfolg. „Die Verbindung von Freude am Radfahren, dem Beitrag zum Klimaschutz, der Förderung der eigenen Gesundheit und des Teamgedankens machen das Stadtradeln zu einer tollen Sache. Die zweimalige Umrundung des Äquators in nur drei Wochen und die damit einhergehende Vermeidung von CO2 im Vergleich zum automobilen Verkehr machen deutlich, welches Potenzial der Radverkehr für eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität hat.“ Noch deutlicher wird dieses Potenzial anhand der bundesweiten Zahlen. 1127 Kommunen haben sich im Kampagnenzeitraum bisher beteiligt. Dabei sind aktuell bereits 429.000 Personen über 68 Millionen Kilometer geradelt, haben rund 9600 Tonnen CO2 vermieden und damit ein deutliches Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt.

Unterstützt wurde das Erkelenzer Stadtradeln durch die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) sowie tatkräftig durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Kreis Heinsberg, deren Vorsitzende Conny Boxberg sowie viele andere ehrenamtliche Helfer zahlreiche attraktive Touren angeboten und begleitet haben. Glücklicher Gewinner des Hauptpreises ist René Meurer vom Team Finanzamt Erkelenz, der einen Gutschein für Fahrradzubehör im Wert von 500 Euro von Bürgermeister Peter Jansen entgegennahm. „Ich habe für einige Strecken das Auto stehen gelassen und bin aufs Rad gestiegen, um noch ein paar Kilometer zu machen. Das Stadtradeln war schon ein Anreiz“, so Meurer. Das Erkelenzer Stadtradeln wird 2020 fortgesetzt. Anmeldungen ab Mai 2020 unter www.stadtradeln.de/erkelenz.

(RP)
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