Spende von Rotary Club und KSK: Neue Schaufensterpuppen für Second-Hand-Laden „Knopfloch“ der Kontakt- und Beratungsstelle der Caritas

Spende von Rotary Club und KSK : Neue Schaufensterpuppen für „Knopfloch“

Die Ware im Second-Hand-Laden „Knopfloch“ der Caritas-Beratungsstelle kann jetzt attraktiver präsentiert werden – dank großzügiger Spenden.

Über zwei neue Schaufensterpuppen, eine Frau und ein Kind, freut sich der Second-Hand-Laden „Knopfloch“ der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen (KBS) in Erkelenz in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg. Die Anschaffung der Puppen war nur möglich dank einer großzügigen Spende des Rotary Clubs Heinsberg und der Kreissparkasse Heinsberg. Darauf wies Brigitte Hoevel-Haberland von der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen im Rahmen eines kleinen Empfangs hin, zu dem Jakob Wöllenweber, Vertreter des Rotary Club Heinsberg, und Jan Liedmann, stellvertretender Filialleiter Erkelenz der Kreissparkasse Heinsberg, eingeladen waren. Die Einladung war zum einen als Dankeschön für die Spende gedacht und zum anderen, um die lebensecht aussehende Kinderschaufensterpuppe – die größere war gleichzeitig bestellt worden, aber noch nicht eingetroffen – zu zeigen. „Wir danken Ihnen sehr, dass Sie uns die Anschaffung der Puppen ermöglicht haben“, bemerkte Brigitte Hoevel-Haberland.

In einem Exkurs ging sie kurz auf die Geschichte des Knopflochs ein. Sie erklärte, dass das Knopfloch jetzt 13 Jahre besteht. Entstanden sei es damals aus dem Bedürfnis der Besucher des Treffpunkts der Kontakt- und Beratungsstelle, eine sinnvolle Tages- und Wochenstruktur zu erhalten. Mit Unterstützung des Caritasverbandes sei der Second-Hand-Laden gegründet worden. „Alle Menschen, die hier arbeiten, sind psychisch krank und machen ihre Arbeit ehrenamtlich“, so Brigitte Hoevel-Haberland. Mittlerweile sei Knopfloch in Erkelenz eine nicht mehr wegzudenkende Institution. Viele Menschen – auch aus den Städten Mönchengladbach und Aachen – würden Kleiderspenden bringen und hier einkaufen. Denn im Knopfloch gebe es gute Ware für kleines Geld.

Ihren Worten schloss sich Astrid Werny, Fachbereichsleiterin in der Abteilung „Gefährdete und behinderte Menschen“, an. „Die großzügige Spende hat uns alle sehr gefreut.“ Die Mitarbeiter könnten durch zwei Schaufensterpuppen ihre Arbeit nach außen präsentieren. Denn Kleidung zu vermarkten, bedeute auch, sie ansprechend zu präsentieren. Damit übergab sie das Wort an Bettina Sieben, ehrenamtliche Mitarbeiterin seit Bestehen des Knopflochs. „Die Arbeit im Knopfloch hat meinem Leben eine Wende gegeben“, unterstrich sie. Sie sei unheilbar psychisch krank, musste damals ihren unkündbaren Beamtenjob aufgeben. Knopfloch habe ihr wieder die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. „Ich habe hier Anerkennung vonseiten der Caritas und Kundschaft erfahren.“ Ihr Leben habe wieder eine Struktur erhalten. Die Arbeit im Knopfloch sei auch Öffentlichkeitsarbeit, um mit der Tabuisierung von psychischen Erkrankungen aufzuräumen. Abschließend dankte sie auch im Namen aller Mitarbeiter für die Spende.

(RP)
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