Erkelenzer Eifelverein unternimmt Biberführung in der Eifel

Erkelenz : Eifelverein begibt sich auf Biber-Spuren

Eine von Biologin Uta Splettstößer geführte Biberwanderung im Wildpark in Schmidt fand bei den Erkelenzer Eifelfreunden großen Anklang. Jeder der 22 Teilnehmenden, davon fünf Kinder beziehungsweise Jugendliche, lernte auf leichte Art und Weise viel Neues.

Anhand von Originalteilen eines verstorbenen Bibers – Fell, Krallen und schuppigem Schwanz sowie eines kompletten Kopfes mit teilweise herausnehmbaren Zähnen – demonstrierte und erklärte Splettstößer den Erstaunten alle Einzelheiten. Darüber berichtet anschließend Wanderführer Detlef Püttmann: „Zwei Kilometer Fluss- oder Bachlauf als Lebensraum benötigt eine Biberfamilie, um ausreichend pflanzliche Nahrung zu finden. Erstaunt waren alle Teilnehmenden über die, aus menschlicher Sicht Schäden, aus Sicht der Biber eine notwendige Landschaft mit Wohnmöglichkeiten, an den zu bewandernden Bachläufen.“

Nachdem die Biber weltweit nahezu ausgerottet waren, der letzte Biber im Rheinland starb 1877, wurden im Jahr 1981 drei Biberpärchen aus Polen an der Weißen Wehe in der Eifel wiederangesiedelt. Für zwei einsame Biberdamen wurden 1985 noch zwei Bibermännchen und 1989 weitere vier Biber geholt.

„Die neuesten Zahlen der Biberpopulation erstrecken sich entlang verschiedener Wasserläufe in den Kreisen Aachen, Euskirchen, Düren, Heinsberg sogar bis in die Niederlande hinein und im Rhein-Erft-Kreis. Darüber hinaus noch an folgenden Flussläufen: Ems, Lippe, Niers, Schwalm, Rur, Sieg, Weser und Wupper. In der Kernzelle der Biberpopulation an der Rur werden zirka 450 Tiere geschätzt“, erfuhren die Wanderer rund um Detlef Püttmann. „Nach fast drei Stunden und sieben gewanderten Kilometern war die Wandergruppe sehr gut informiert.“

(RP)