Erkelenz: Susanne Schneider und Stefan Lenzen besuchen Hermann-Josef-Krankenhaus

Erkelenz : FDP-Abgeordnete diskutieren Krankenhauslandschaft

Die liberalen Landtagsabgeordneten Susanne Schneider und Stefan Lenzen besuchten das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz, um sich mit Fachleuten über die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sowie über die Herausforderungen in der Pflege auszutauschen.

Sie traten dabei an der Tenholter Straße mit Verwaltungsdirektor Jann Habbinga, seinem Stellvertreter Tobias Ohler und Pflegedirektor Stephan Demus in den Dialog.

„Wir wollen als NRW-Koalition die einjährige Assistenzausbildung wieder stärken und weiterentwickeln“, führt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schneider, aus. „Das ist eine gute Einstiegsmöglichkeit für Menschen, die Interesse an der Pflege haben, aber noch nicht die Voraussetzungen für eine dreijährige Ausbildung erfüllen. Wir stärken damit die Pflege und bringen Menschen in Ausbildung und Arbeit.“

 Unter dem Dach der Erkelenzer Hermann-Josef-Stiftung sind 1200 Menschen beschäftigt. Hinzu kommen rund 115 Auszubildende. Neben dem Krankenhaus mit 409 Betten zählen das Ambulante-Pflege-Zentrum, der ambulante Hospiz- und Beratungsdienst Horizont, das Hermann-Josef-Altenheim sowie das Hospiz mit 13 Betten zur Stiftung. Pro Jahr kommen im Krankenhaus rund 1000 Kinder zur Welt.

„Die Krankenhauslandschaft in NRW wird sich verändern“, ist der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen überzeugt. „Dabei müssen wir die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen. Dies kann durch Krankenhäuser, aber auch durch Fachärzte und ambulante Strukturen sichergesellt werden“. Bei den anstehenden Veränderungen legt Jann Habbinga besonders wert „auf einen strukturellen und gesteuerten Prozess“. Die Zahl der Krankenhäuser dürfe nicht durch Insolvenzen reduziert werden. „Dies könnte kleinere, aber für die regionale Versorgung wichtige Häuser gefährden.“ Die Abgeordneten der FDP teilten diese Einschätzung.

Begleitet wurden die Abgeordneten vom Erkelenzer FDP-Vorsitzenden Thorsten Odenthal, dem Erkelenzer FDP-Fraktionsvorsitzenden Werner Krahe und dem FDP-Kreistagsmitglied Hans Schürgers. Die beiden Erkelenzer Politiker erklärten: „Die Hermann-Josef-Stiftung mit seinen Einrichtungen gehört nicht nur seit über 150 Jahren zum Erkelenzer Stadtbild, sondern ist auch ein Standortmerkmal unserer Heimatstadt. Wir haben das einzige Krankenhaus im Kreisgebiet mit einer Stroke Unit für Schlaganfallpatienten und zwei Herzkathermessplätzen.“ Mit Hospiz, Altenheim, Pflege- und Beratungsdienst verfüge Erkelenz über ein breites medizinisches und pflegerisches Angebot, das es so nicht in jeder Stadt gebe.

„Wir freuen uns immer, wenn unsere politischen Vertreter sich ein Bild der Arbeit vor Ort in den Gesundheitseinrichtungen machen. Denn viele am runden Tisch getroffene Entscheidungen sind nur in der Praxis zu bewerten und einzuschätzen“, kommentiert Jann Habbinga den Besuch der Liberalen. (RP)

(RP)