Erkelenzer Kolumne Op Platt : Bloß mänechmol, net immer

Theo Schläger ist früherer Lehrer, Musiker und Kenner der heimischen Mundart. Mit seinen regelmäßigen Kolumnen in der Rheinischen Post will er seine Muttersprache, wie er sie nennt, bewahren.

Mänechmol es et Liäve net schön. Mänechmol wüer ech jiär noch ens kleen. Mänechmol fällt mech de Deck op d´r Kopp.

Mänechmol löpp de Zick em Jalopp. Mänechmol kann jet Schlemmes passere. Mänechmol mööt ech weld protesteere.

Mänechmol froch ech, wie soll dat jonn? Mänechmol mööt ech jet angesch donn. Mänechmol engascheer ech mech total. Mänechmol es mech alles ejal.

Jott sei Dank bloß mänechmol. Mänechmol, dat es net su schlemm. Immer, dat bräät mech jlatt öm.

Übersetzung:

Manchmal ist das Leben nicht schön. Manchmal wäre ich gern nochmal klein. Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf.

Manchmal läuft die Zeit im Galopp. Manchmal kann was Schlimmes passieren. Manchmal möchte ich wild protestieren.

Manchmal frag ich, wie soll das gehen? Manchmal möchte ich was andres tun. Manchmal engagiere ich mich total. Manchmal ist mir alles egal.

Gott sei Dank bloß manchmal. Manchmal, das ist nicht so schlimm. Immer, das brächte mich glatt um.

(Theo Schläger)