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Erkelenz: Kindergarten St. Stephanus in Golkrath eingesegnet

In Golkrath : Kleine Einsegnungsfeier in der Kita St. Stephanus

Mehr als ein Jahr lang ist gearbeitet worden, jetzt konnten die Kinder der katholischen Kindertageseinrichtung St. Stephanus in Golkrath die Einsegnung und den Wiedereinzug feiern. Das Gebäude ist saniert worden, neu gebaut wurde der Anbau.

Wenn man ein Haus einweiht, dann muss das gefeiert werden.“ Werner Rombach, Pfarrer der Pfarrei Christkönig Erkelenz, war sichtlich froh, wenigstens eine kleine Feier mit den Kindern des katholischen Kindergartens St. Stephanus in Golkrath feiern zu können. Seit dem Spätsommer 2019 ist dort nämlich viel geschehen: Das Gebäude an der Straße Am Kloster ist von Grund auf saniert worden, zudem gibt es einen Anbau, um die Einrichtung auf heutige Bedürfnisse anzupassen.

Die Fertigstellung war nun der Grund, um eine kleine Einsegnungsfeier auf die Beine zu stellen. Im Mittelpunkt: natürlich die Kinder. „Wir feiern heut’ ein Fest“, begannen sie. Mit der Gitarre begleitet wurden sie dabei übrigens von dem Mann, der für die Sanierung und den schicken Anbau gesorgt hat – Architekt Johannes Klomp aus Kückhoven.

Pfarrer Werner Rombach brachte den Kindern eine kleine Geschichte aus der Bibel mit, dabei ging es um zwei Männer, die den Plan hatten, jeweils ein Haus zu bauen. „Der eine von ihnen wählte einen festen Untergrund, auf dem das Haus fest stehen konnte. Dann kam ein heftiger Sturm – und das Haus blieb stehen. Der andere Mann baute sein Haus auf Sand. Das Haus stand wacklig darauf, so dass es sich gegen den heftigen Sturm nicht mehr wehren konnte“, erzählte Rombach den Kindern.

Dabei zeigte er auf ein großes Bild, das die Kinder extra für die Einsegnung angefertigt hatten: Ihre bunten Handabdrücke bildeten ein großes Haus. Rombach: „Euer schönes Bild zeigt: Gott baut ein Haus, das lebt. Euer Haus für euch Kinder konnte nun erneuert, erweitert und fertiggestellt werden. Ein Haus zum Spielen, zum Lernen, zum Leben, zum Zusammensein.“ Mit Weihwasser als Zeichen des Lebens segnete er den neu gestalteten Kindergarten ein. Die Kinder sangen dazu gemeinsam das Lied „Gott baut ein Haus, das lebt“.

Nicht nur die Kinder, auch Jasmin Laas, die die Einrichtung erst seit August leitet, freute sich über die Feier. Dabei dankte sie vor allem ihrer Vorgängerin Irmgard Zaunbrecher, unter deren Leitung die umfangreichen Arbeiten geplant worden waren.

Baubeginn für den Anbau war im August 2019, bereits im November 2019 war der Rohbau fertiggestellt. Es folgte die Entkernung des Bestandsgebäudes, ehe das Dach erneuert wurde und die Innenausbauarbeiten im Neu- und Altbau begannen (Januar 2020). Damit verbunden war schließlich der Umzug ins Pfarrheim, in dem die Kinder von Januar bis Juli 2020 betreut wurden. Am 22. Juli erfolgte der Einzug in das frisch sanierte und erneuerte „Zuhause“. Die Kosten belaufen sich auf rund 900.000 Euro (Bezuschussungen kamen vom Land Nordrhein-Westfalen und Bistum Aachen).

Heute stehen den 42 Kindern, die sich auf die Löwenzahngruppe und Pusteblumengruppe aufteilen, eine etwa 440 Quadratmeter große Nutzfläche (vorher 260 Quadratmeter) zur Verfügung. Die beiden Gruppenräume sind jeweils 65 Quadratmeter groß, die Nebenräume je 18 Quadratmeter. In der Einrichtung gibt es einen Ruheraum (20 Quadratmeter), einen Mehrzweck- und Bewegungsraum (55 Quadratmeter), zusätzlich eingerichtet wurden ein Wickelraum, Büro, eine Küche sowie Personal- und Vorratsräume.

Die Einrichtung ist nach dem Ausbau für zwei Gruppen mit U3-Betreuung konzipiert, dabei gehen in die eine Gruppe 25 Ü3-Kinder, während in der anderen Gruppe 14 Ü3-Kinder und sechs U3-Kinder untergebracht sind. Als Leiterin Jasmin Laas die Kinder fragte, ob der neue Kindergarten toll sei, riefen die Kinder laut „Ja!“.