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Erkelenz: Jugend debattiert am Cornelius-Burgh-Gymnasium

Wettbewerb : Jugend debattiert am Cornelius-Burgh-Gymnasium

Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden? Mit dieser Streitfrage eröffnete die Schulkoordinatorin Astrid Lowis-Auth den „Jugend-debattiert“-Schulwettbewerb 2019 am Cornelius-Burgh-Gymnasium. In der ersten Qualifikationsrunde diskutierten in zwei Debattenrunden zu vorgegebenen Regeln acht Klassensieger aus der Jahrgangsstufe 9 ihre kontroversen Argumente.

Über drei Wochen sind die Debattanten im Deutschunterricht vorbereitet worden. Beim Schulwettbewerb galt es für die Schüler, die Juroren von ihrem Argumentationstalent zu überzeugen. Die Jury beurteilte ihre Beobachtungen der 24 Minuten langen Debatten nach den Kriterien Überzeugungskraft, Gesprächsfähigkeit, Sachkenntnis und Ausdrucksvermögen. Nach der Qualifikationsrunde traten vier Schüler zu einer weiteren Streitfrage an. Jeder hatte sich zuvor nicht nur auf die erste, sondern auch auf die Finalfrage „Soll bundesweit ein Hundeführerschein für Hundehalter eingeführt werden?“ vorbereitet. Die Recherchen vorab sind nicht zu verachten, da bis zum Wettkampf keiner der Teilnehmer weiß, ob die befürwortende oder die ablehnende Position eingenommen werden muss. Bewertet werden nämlich nicht die persönliche Meinung, sondern das Geschick und die Technik, mit der eine Position überzeugend vorgebracht wird. Ohnehin ist es taktisch immer sinnvoll, auch Gegenargumente bereits zu kennen.

„Jugend debattiert“ ist ein Wettbewerbsprojekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, an dem das CBG seit fünfzehn Jahren teilnimmt und das mittlerweile deutschlandweit große Bedeutung erlangt hat. In NRW sind es dieses Jahr bereits 229 teilnehmende Schulen, die ihre besten Debattanten aus zwei Altersstufen in den Wettstreit schicken. Insgesamt hat die Projektschulung, die am CBG im Fach Deutsch in der 9. Klasse stattfindet und in unterschiedlichen fächern in der Oberstufe im Rahmen des jeweiligen Fachcurriculums vertieft wird, das Ziel, Schülern darin zu motivieren, Sachkenntnis zu aktuell in der Gesellschaft diskutierten Themen zu gewinnen und dazu eine differenzierte Meinung auszubilden.

Am CBG stellten die kontroversen und vielseitigen Debatten die Juroren vor schwierige Aufgaben und Entscheidungen. Letztendlich kristallisierten sich zwei Sieger und ihre Vertreter heraus, die Urkunden erhielten. Für die nächste Runde qualifizierten sich Henrik Müller (9c) und Jost Langerbeins (9a) mit ihren Stellvertretern Lisa Baumgart (9b) und Jonas Erdmann (9d) in der Altersgruppe I. Maike Krautschick (EF) und Ines Wilczek (EF) werden im Regionalwettbewerb für die Altersgruppe II antreten. Sie alle werden sich nach Bekanntgabe auf die für ganz Deutschland geltenden Debattenfragen des Regionalwettbewerbs vorbereiten.

(spe)