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Erkelenz: evangelische Kirchengemeinde will für die Menschen da sein

Evangelische Kirche Erkelenz : Gemeinde will für die Menschen da sein

Die evangelische Kirchengemeinde Erkelenz hat sich auf die veränderten Bedingungen seit Beginn der Corona-Pandemie eingestellt. Die Akteure berichten, auf welche Weise sie für die Menschen unterschiedlichen Alters da sind.

Die Evangelische Kirchengemeinde Erkelenz hat zwar das Martin-Luther Gemeindehaus schließen müssen, weil der Regelbetrieb wegen der Corona-Pandemie nicht mehr möglich war. Dennoch ist nicht alles völlig zum Stillstand gekommen. Im Gegenteil. Die Gemeinde will für die Menschen auch weiterhin da sein. Das ist das Motto und so sind seit Beginn der Coronakrise schon zwei Projekte auf den Weg gebracht worden.

Zunächst wurde eine Einkaufshilfe für Personen, die nicht selbst ihre Einkäufe und sonstigen Besorgungen erledigen können, an den Start gebracht. Feststellbar war, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß ist. Viele Freiwillige haben sich angeboten, das Projekt zu unterstützen, indem sie ehrenamtlich einkaufen gehen. Dadurch haben sich Kapazitäten ergeben, so dass noch neue Anfragen angenommen werden können.

Die Gemeinde und im Speziellen die Diakonie sieht eine wichtige Aufgabe darin, Not zu lindern und praktische Hilfe zu leisten. Wegen der Corona-Pandemie musste die Erkelenzer Tafel zeitweise ihren Betrieb einstellen. Der Wegfall dieses Angebotes bedeutete für die Besucher der Tafel schmerzhafte Einschränkungen. Als direkte und einfach zugängliche Hilfe wird nun daher seit dem 6. Mai ein kostenloses Mittagessen zum Mitnehmen für die Besucher der Tafel angeboten. Es ist gelungen, die Fleischerei Rösken als Partner zu gewinnen. Die Hilfe kommt an, und das Team verteilt gerne mittwochs jeweils in der Zeit von 12 bis 13.30 Uhr die leckeren Mahlzeiten. Weitere Besucher der Tafel sind herzlich willkommen.

 Die evangelische Kirchengemeinde Erkelenz bietet Mittagessen an.
Die evangelische Kirchengemeinde Erkelenz bietet Mittagessen an. Foto: evangelische Kirchengemeinde Erkelenz

Auch im Jugendzentrum ZaK war und ist einiges los. Die Jugendmitarbeiterinnen organisierten Basteltüten für Erkelenzer Kinder. Sie boten den Kindern und Jugendlichen Beschäftigungsideen; sie beinhalteten Spieleanleitungen, Bastelideen und witzige Elemente. Durch die Fair-Haus Zertifizierung legt das Jugendzentrum viel Wert auf Nachhaltigkeit und Upcycling. Die Ideen und Inhalte der „Fair“-Tüten“ waren darauf abgezielt, aus alten Dingen etwas Kreatives zu schaffen. Die Nachfrage war groß. Es wurden viele Wundertüten verpackt, und so machten sich Jugendleiterin Eva Sengalski und Jugendmitarbeiterin Carmen Broich auf den Weg zu rund 150 Kindern und Jugendlichen aus Erkelenz und den dazugehörigen Dörfern.

Des Weiteren fand ein Malwettbewerb statt. Viele Kinder und Jugendlichen schickten selbstgemalte Bilder, zum Beispiel von ihren aktuellen Freizeitaktivitäten oder von Dingen, auf die sie sich freuen, wenn sie wieder ihre Freunde und Familien treffen können. Ab Juni wird das ZaK wieder öffnen, erst mit einem kleinen Teil der Stammbesucher und ab den Sommerferien dann für alle Erkelenzer Kinder.

In der fünften Ferienwoche werden die Jugendmitarbeiterinnen täglich von 15 bis 18 Uhr mit dem Bauwagen im Oerather Mühlenfeld sein. In der sechsten Ferienwoche findet ein Graffiti-Projekt im ZaK statt. Dabei besprayen die Teilnehmenden die Wand im Außengelände. Dienstags und donnerstags findet eine Hausaufgabenbetreuung im Martin-Luther-Gemeindehaus in der Zeit von 11 bis 12.30 Uhr statt. Anmeldung und Informationen finden Interessierte auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz.

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(RP)