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Erkelenz: Cusanus-Gymnasium in Straßburg unterwegs

Ausflug nach Straßburg : Deutsch-französische Geschichte erkundet

Auf den Spuren deutsch-französischer Geschichte mit Schwerpunkt Erster Weltkrieg unterwegs waren nun die Schüler des Leistungskurses Geschichte des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz.

Nachdem die Schüler schon in Erkelenz die Auswirkungen und Folgen des Ersten Weltkrieges erkundet haben, ging es jetzt auf eine Gedenkstättenfahrt nach Straßburg. Richard Jansen und Eva-Lotta Kreutz, die beide am Cusanus-Gymnasium Geschichte unterrichten, hatten diese Gedenkstättenfahrt organisiert. Auf dem Hinweg wurde ein Abstecher nach Verdun gemacht, um sich eines der neun zerstörten und nach dem Ersten Weltkrieg nicht wieder aufgebauten französischen Dörfer anzusehen. Zudem wurde das Beinhaus in Douaumont besichtigt, vor dem sich am 22. September 1984 der französische Staatspräsident François Mitterand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl symbolisch die Hand zur Versöhnung der beiden Staaten gaben.

Anschließend ging es weiter nach Straßburg, wo die Schüler zunächst eine fachkundige Stadtführung erhielten, um einen Überblick über diesen geschichtsträchtigen Ort zu erhalten. Danach standen vor allem die Kriegsführung und die Verteidigungsstrategien der beiden Staaten im Vordergrund. Die Gruppe besichtigte drei verschiedene Festungen aus verschiedenen Epochen: die Feste Großherzog von Baden aus den 1870er Jahren, die Feste Kaiser Wilhelm II. vom Beginn des 20. Jahrhunderts und das Fort Schoenenbourg aus der Maginot-Linie, das in den 1930er-Jahren entstand. Hieran konnte man sehr gut die rasche technische Entwicklung auch anhand der unterschiedlichen Kriegsführung erkennen. Besonders beeindruckt waren die Schüler vor allem von den enormen Ausmaßen der Anlagen.

In Anlehnung an die bereits in Erkelenz vorgenommene Spurensuche und die Besichtigung des Denkmals für den Ersten Weltkrieg, besuchte die Gruppe ebenfalls einen deutschen Soldatenfriedhof im Elsass, wo die Schüler zum einen mit der Bedeutung der Erinnerungskultur und zum anderen mit ausgewählten Einzelschicksalen konfrontiert wurden.

Um die wechselhafte Geschichte des Elsass noch anschaulicher zu erleben, wurde das Mémorial Alsace-Moselle besucht, das vor allem die Zeit zwischen 1870 und 1945 behandelt. Hier konnten die Schüler sehen, welch einschneidende Erlebnisse die beiden Weltkriege gerade für dieses Gebiet waren, da die Einwohner zum Beispiel mehrmals die Nationalität wechseln mussten.

Zudem konnten die Schüler im sogenannten Europaraum des Museums sowie bei einem Besuch im Europaparlament die Wichtigkeit der europäischen Einigung und eines guten deutsch-französischen Verhältnisses entdecken, sodass durch diesen Gegenwartsbezug die Schüler die Tragweite und die Bedeutung der deutsch-französischen Geschichte für sich und ihr Leben erahnen konnten.

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