Erasmus+ in der Grundschule an der Burg: Schüler aus Polen, Portugal und Rumänien in Hückelhoven

Erasmus-plus-Projekt in Hückelhoven : Besuch aus drei Nationen in der Schule An der Burg

Im europäischen Erasmus+ Projekt „The Little Prince’s Journey Through Europe“ war die Grundschule „An der Burg“ in Hückelhoven als projektkoordinierende Schule Mittelpunkt des ersten Projekttreffens.

Seit September war das engagierte Team der Lehrerinnen Schella Ennulat, Kristina Price und Gabriele Krause neben seiner Lehrtätigkeit zusätzlich damit beschäftigt, den Aufenthalt der Gastschulen zu organisieren. Kürzlich reisten sechs Lehrerinnen sowie zwölf Jungen und Mädchen aus den Partnerschulen in Polen, Portugal und Rumänien an, um eine Woche lang gemeinsam voneinander und miteinander zu lernen.

Nach der Begrüßung durch die Schulgemeinde stimmte die Theatergruppe die Gäste durch eine Aufführung ihres Stückes „Der Kleine Prinz“ auf das Thema ein. Zur Überraschung aller hatte die rumänische Delegation eine eigene kleine Szene vorbereitet, in welcher der „Kleine Prinz“ mit der rumänischen Geschichte und Kultur Bekanntschaft macht.

Hospitationen während des Projekttreffens gewährten den Gästen vielfältige Einblicke in die schulinterne Arbeit mit „Kooperativen Lernmethoden“. Darüber hinaus nahmen die Lehrerinnen an einem Workshop zu eTwinning teil und planten die weiterführenden Schritte des zweijährigen Projektes, an dessen Ende ein Handbuch zur theaterpädagogischen Arbeit an Schulen entstehen wird.

Neben Unterrichtsbesuchen und parallel zu den Treffen der Koordinatorinnen wurden für die projektbeteiligten Schülerinnen und Schüler Theater-Workshops angeboten, die Grundlagen für das erste Kapitel des Handbuchs der Theaterarbeit. Nachmittags standen außerschulische Besuche auf dem Programm, um den Gästen Einblicke in die kulturellen Lern- und Lebensbereiche zu ermöglichen.

Zusammen mit den Kindern der Gastfamilien erkundeten rund 30 Teilnehmer am ersten Tag Hückelhoven. Im Ratssaal empfing Bürgermeister Bernd Jansen die Delegationen, stellte den Kindern die Stadt vor und überraschte alle mit einem Hückelhoven-T-Shirt. Viele Informationen über die Zeche Sophia-Jacoba und Hückelhovens Bergbaugeschichte erhielten die Teilnehmer bei einer anschaulichen Führung im Museum der Mineralien- und Bergbaufreunde in der Stadt Hückelhoven und im Barbarastollen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der OGS der Schule fuhr die Gruppe am zweiten Projekttag mit der Bahn nach Aachen. Ihr Weg zum Aachener Dom führte sie vorbei am Stadttheater und Elisenbrunnen, bevor sie in der Printenbäckerei Nobis eine längere Pause einlegten, bei der sie die gesamte Vielfalt der Aachener Printen testen konnten. Die englischsprachige Domführung enthüllte so manches Geheimnis der spannenden und reichen Geschichte des Doms und öffnete den Blick für die Zeit Karls des Großen.

Die Gestaltung des dritten und letzten Nachmittags übernahmen die äußerst engagierten Gastfamilien, bevor am Abend bei einer Abschiedsparty die Teilnahme-Zertifikate übergeben wurden. Schulleiter Dirk Gröbert fasste zusammen: „Die Förderung des Europagedankens ist – wie man sieht – nicht nur Aufgabe der politischen Bühne. Europa zusammenzuhalten und wachsen zu lassen ist eine Herausforderung vor allem für die Menschen vor Ort mit ihren unterschiedlichen Sprachen und Kulturen – und zugleich lohnende Aufgabe für zukünftige Generationen.“

Ergänzend dazu berichtete Gabriele Krause: „In der Woche entstanden bereits erste freundschaftliche Bindungen untereinander, die sicher beim Wiedersehen des zweiten Projekttreffens im Mai in Polen vertieft werden können.“

(RP)