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Stadt Erkelenz stellt Bauhof auf Elektro-Fahrzeuge um

Klimaschutz : Neues Bauhoffahrzeug  stromert zum Müllsammeln durch Erkelenz

Die Stadt Erkelenz stellt ihren Fuhrpark schrittweise auf Elektrofahrzeuge um. Neu im Dienst ist das erste elektrische Fahrzeug des Baubetriebshofes.

Ein besseres „Erka-Klima“ hat sich die Stadt Erkelenz auf die Fahnen geschrieben. Mit der sukzessiven Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf Elektromobilität will die Verwaltung ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein erster Schritt zur Umrüstung des Baubetriebshofes wurde mit dem Kauf eines Nutzfahrzeugs getan, das an der Steckdose „aufgetankt“ wird. Hubert Engels kann mit der Nissan e-NV200-Spezialanfertigung jetzt nahezu lautlos durch die Fußgängerzone oder über den Friedhof „stromern“, um Müllkörbe zu leeren. Der Kastenwagen, der den Müll am Ende auch abkippt, ist erst im Frühjahr auf den deutschen Markt gekommen.

„Schon vor fünf Jahren wollten wir als Stadt vorangehen“, erklärte Bürgermeister Peter Jansen. Doch da entlud sich der Akku viel zu schnell auf der 35-Kilometer-Tour mit häufigem Start und Stopp. Die neuere E-Fahrzeug-Generation bewältigt die Anforderungen schon besser. „Heizung, Klima, Navi – alles drin“, begeisterte sich Stefan Heinrichs, Leiter des Baubetriebs-Grünflächenamtes. Zehn Fahrzeuge für den Bauhof will die Stadt bis 2020 anschaffen, pro Jahr werden zwei ausgetauscht. Klimaschutzmanager Oliver Franz hat dafür eine Förderung des Bundesumweltministeriums beantragt. „Das hat sich gelohnt. Über 400.000 Euro im Förderprogramm“, stellte Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg erfreut fest. So kommt die Hälfte der Investitionskosten – beim Rückwärtskipper mit Müllaufbau waren das knapp 50.000 Euro – wieder rein.

Stand heute sind zwei Elektroautos, ein Plug-in-Hybrid und vier Pedelecs in der Verwaltung im Einsatz. Noch in diesem Jahr soll ein weiteres E-Auto einen Dienstwagen ersetzen. Die Umstellung eines städtischen Fuhrparks dürfte in dieser Größenordnung im Landkreis einmalig sein, so die Stadt Erkelenz.