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Sportabzeichen im Erkelenzer Land mit unterschiedlichen Regelungen

Kreissportbund Heinsberg : So geht es in Sachen Sportabzeichen weiter

Ob in den nächsten Wochen und Monaten viele Sportabzeichen im Erkelenzer Land abgelegt werden, ist noch ungewiss. Das liegt an den unterschiedlichen Bestimmungen für die Nutzung der Sportanlagen in den Kommunen während der Corona-Krise.

Bislang hat der Kreissportbund Heinsberg (KSB) im Jahr 2020 die bescheidene Zahl von zwei abgelegten Sportabzeichen registriert. Eigentlich keine große Überraschung, denn die Hoch-Zeit dieses urdeutschen Wettbewerbs mit langer Geschichte beginnt traditionell erst dann, wenn das Wetter draußen dauerhaft besser wird und die Menschen entsprechend unter freiem Himmel trainieren und ihre Prüfungen absolvieren können. Doch ob in den nächsten Wochen und Monaten viele Sportabzeichen hinzukommen, ist noch ungewiss, denn die Sportabzeichen-Bewegung lebt vom Engagement der Vereine – und die haben nach den aktuellen Lockerungen in der Corona-Krise noch damit zu kämpfen, was sie überhaupt anbieten dürfen.

„Jede Kommune hat da ihre eigenen Bestimmungen, was die Sportanlagen anbelangt“, sagt KSB-Geschäftsführer David Rosenkranz, „wir sind gerade dabei, entsprechende Informationen abzufragen, um sie für die Vereine zu bündeln.“ Immerhin: Der Stadtsportverband Wegberg hat schon angekündigt, ab Dienstag wieder einen Vorbereitungskurs anzubieten. Wöchentlich kann dann von 17.30 bis 19 Uhr im Hans-Gisbertz-Stadion trainiert werden. Für September ist der jährliche Sportabzeichentag geplant. Der TV Erkelenz kündigt auf seiner Homepage an, dass es ab dem 8. Juni (18 bis 20 Uhr) im Stadion wieder mit der Training fürs Sportabzeichen losgeht.

Eine zweite wichtige Säule für die Sportabzeichen im Erkelenzer Land und im Kreis Heinsberg sind die Schulen. Auch in den Bildungseinrichtungen ist die Lage überaus ungewiss, weil dort, wenn überhaupt, nur eingeschränkt Präsenzunterricht stattfinden kann. „Wir können nur darauf hoffen, dass es eventuell in der zweiten Jahreshälfte mit den Sportabzeichen weitergehen kann“, erklärt Klaus Frese (TV Eintracht Heinsberg) in seiner Funktion als Sportabzeichen-Beauftragter des Kreissportbundes.

In die zweite Jahreshälfte wurde wegen der Corona-Krise auch die eigentlich für Februar vorgesehene Ehrung der je fünf besten Grund- und weiterführenden Schulen verschoben, die alljährlich mit Unterstützung der Kreissparkasse Heinsberg auf die Beine gestellt wird. Stattfinden konnte zuvor hingegen die Ehrung der Sportabzeichenprüfer, die schon stolze 40 Jahre dabei sind. Darunter waren aus dem Erkelenzer Land Hans Borgmann (TV Erkelenz), Wolfgang Küppers, Ingrid Kusche (beide TV Erkelenz), Edith Schmiedicke (TuS Wegberg) und Bruno Wilms (SC Myhl). Aus den anderen Kommunen des Kreises gab es Auszeichnungen für Theo Becker, Anneliese Beckers, Franz Beckers, Elisabeth Derichs, Adolf Ehrenfeld, Klaus Frese, Elisabeth Houben, Günter Schovenberg und Dieter Tobies.

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