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Erkelenz: Spontane Improvisationen und eine sonore Stimme

Erkelenz : Spontane Improvisationen und eine sonore Stimme

Das Trio Indigo und Sängerin Sabine Kühlich begeistern beim Jazzkonzert in Erkelenz. Ausrichter war der Kulturförderkreis Opus 512.

Ein letzer, kurzer Blick zur Abstimmung, ein leises Anzählen und dann setzten Kontrabass, E-Piano und Schlagzeug gleichzeitig ein und füllten den Raum mit dem unverkennbaren Rhythmus des Jazz. Mit diesem Auftakt begannen das Trio Indigo und die Sängerin Sabine Kühlich ihr Jazzkonzert am Sonntagabend in Erkelenz und nahmen ihr Publikum vom ersten Ton an mit. Ausrichter des Konzertes, das in der Kundenhalle der Volksbank stattfand, war der Wegberger Kulturförderkreis Opus 512.

Gleich im ersten Stück präsentierten sich die einzelnen Musiker mit Soli und Improvisationen und wurden von Sängerin Sabine Kühlich namentlich vorgestellt. Pianist Martin Scholz, Kontrabassist Michael Kehraus und Schlagzeuger André Spajic haben als "Trio Indigo" schon mehrfach mit Kühlich zusammengearbeitet.

In dieser Kombination sind sie auch dem Verein Opus 512 aufgefallen. "Wir veranstalten seit 27 Jahren Konzerte und haben noch nie Künstler über eine Agentur gebucht", betonte Heinrich Heinen, der Geschäftsführer des Vereins. Gebucht wird, was gefällt. "Wir bekommen die Tipps oft von Mitgliedern und fragen dann bei den Künstlern an", erklärte er weiter.

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Sabine Kühlich und das Trio Indigo sagten zu - und überzeugten auch das Publikum. Kühlichs Gesang zeichnete sich nicht nur durch ihre sonore Stimme, sondern auch die abwechslungsreiche Interpretation der Stücke aus. Von klaren und durchdringenden bis hin zu leisen, fast nur gehauchten Tönen reichte ihr Repertoire. Dabei gelang es ihr sogar, das Publikum zum Mitsingen zu bewegen.

Die Musiker präsentierten ganz verschiedene Stücke, ohne dabei aber den typischen Jazzrhythmus zu verlassen. So spielten sie etwa schnellere, lebhafte Stücke wie "In your own sweet way", aber auch Melancholischeres wie "Angel eyes", das Kühlich passend als "nachts um drei Jazz-Klassiker" beschrieb. Die spontanen Improvisationen des Trio Indigo, die Rhythmus und Melodie der Stücke aufgriffen und immer wieder abwandelten, wurden von den Zuhörern stets mit Applaus belohnt.

Mit Stuhlreihen, Lichteffekten und dem eingängigen Klang der Jazzrhythmen wurde die Kundenhalle der Bank kurzerhand in einen veritablen Konzertsaal verwandelt. Da die Volksbank ein Sponsor des Vereins Opus 512 sei, habe man entschieden, das Konzert dort stattfinden zu lassen, erklärte Heinen. Publikum und Künstler waren ebenfalls überzeugt. "Ich weiß nicht, ob sie je darüber nachgedacht haben, einen Flügel für diese Bank anzuschaffen", riet Sabine Kühlich, "aber wenn, dann laden sie uns doch bitte nochmal ein." Das Erkelenzer Publikum wäre sicher einverstanden.

(lado)