Erkelenz: Spendenwaffeln für Nicaragua

Erkelenz : Spendenwaffeln für Nicaragua

José Andrés ist neun Jahre alt und geht in die zweite Klasse der Schule Nueva Esperanza. Mit seiner Mutter, zwei jüngeren Geschwistern und seinem kranken Stiefvater lebt José in einem Armenviertel von Granada in Nicaragua. Die an Holzpfählen befestigten Plastikplanen lassen sich kaum als Haus bezeichnen, aber das ist die einzige Unterkunft, die sich Josés Familie leisten kann.

Vor über einem Jahr ist Anna Kurth von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in Nicaragua zurückgekommen. Die verzweifelte Situation einiger Menschen dort hat sie bis heute nicht losgelassen. Sie hat unter anderem an Josés Schule gearbeitet - jetzt möchte Anna Kurth mit dem Jugendseelsorger von Erkelenz, Michael Kock, und ein paar fleißigen Helfern am Sonntag, 6. Juli, ab 11 Uhr mit einer Waffelbackaktion am Johannismarkt 5 Spenden sammeln, damit Josés Familie bald ein neues, echtes Dach über ihren Kopf bekommt.

Die Hilfsorganisation La Esperanza (Die Hoffnung) versucht die Situation von Familien wie Josés zu ändern, indem sie Verlosungen organisiert für Kinder, die regelmäßig zur Schule kommen. Der Hauptpreis ist ein neues Haus für die Familie - zwar einfach, aber stabil und wetterfest. Den Preis kann die Organisation aber nur vergeben, wenn sich ein Spender dafür findet. "Ich habe mich entschieden, das Geld für so ein Haus, 2200 Euro, zu sammeln, um wenigstens für eine Familie das Leben ein wenig besser zu machen", erklärt Anna Kurth. "José hat die letzte Verlosung gewonnen, und seine Familie wartet nun sehnlichst, dass ihr Haus ausgebessert werden kann, da es jetzt in der Regenzeit oft unter Wasser steht. Es fehlen noch etwa 600 Euro, um ein komplettes neues Haus zu bauen." Mitte Juli fliegt Kurth nach Nicaragua, um beim Hausbau zu helfen.

(RP)
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