1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

SPD will Regenbogenflagge am Erkelenzer Rathaus

Zum 17. Mai : SPD will Regenbogenflagge am Erkelenzer Rathaus

Beim internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie soll auch Erkelenz mitmachen und ein Zeichen setzen. In Hückelhoven war ein ähnlicher Antrag in der Vorwoche gescheitert.

Der 17. Mai ist der Tag, an dem in jedem Jahr viele Menschen und Institutionen ein Zeichen gegen Feindlichkeit und Ausgrenzung von Menschen mit verschiedensten sexuellen Neigungen setzen. Der sogenannte Idahobit, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie soll, wenn es nach der SPD geht, auch in Erkelenz mit einer Regenbogenflagge am Rathaus gefeiert werden. Das fordern die Sozialdemokraten in einem Antrag an den Stadtrat.

In diesem Jahr sei man damit möglicherweise bereits zu spät dran, gab die Fraktionsvorsitzende Katharina Gläsmann zu – schließlich tagt der Rat erst am 27. Mai zum nächsten Mal. Dennoch hofft sie, dass die Stadt in den kommenden Jahren mit der Regenbogenflagge ein „deutliches Zeichen für Respekt, Toleranz und Akzeptanz“ setzen wird. Auch in Deutschland sei es „noch gar nicht so lange her“, dass Homosexualität  „als Krankheit galt und unter Strafe stand“, heißt es im Antrag. Auch heute gebe es noch bei vielen Menschen homo- und transphobe Einstellungen, Äußerungen und Handlungen. In vielen anderen Städten sei eine solche Beflaggung längst Tradition geworden.

  • Blick auf Holzweiler.
    Autobahn-Abkürzer in Holzweiler : Vorerst keine Verkehrsberuhigung auf L12
  • Nicolas Puschmann (vorne) tritt bei „Let’s
    „Let’s Dance“-Kandidat Nicolas Puschmann : „Ich bin überrascht, was ein Tanz zwischen zwei Männern bei den Leuten auslöst“
  • Regierungssprecher Steffen Seibert verurteilte das Arbeitsverbot
    „Mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar“ : Bundesregierung verurteilt Arbeitsverbot für Nawalny-Organisationen

In Hückelhoven war ein ähnlicher Antrag der SPD-Fraktion in der vergangenen Woche gescheitert. Die Stadtverwaltung hatte dies mit einem Verweis auf die geltende Flaggenverordnung empfohlen. Es gebe „keine Zustimmung zum Hissen der Regenbogenflagge durch oberste Bundesbehörden“. Bürgermeister Bernd Jansen (CDU)  hatte vor einer „inflationären Nutzung“ der Beflaggung gewarnt – dann könnte ja auch der TuS Jahn Hilfarth zum Jubiläum einen Antrag auf Beflaggung stellen.