Erkelenz: SPD: Verkehr in Erkelenz neu sortieren

Erkelenz : SPD: Verkehr in Erkelenz neu sortieren

Die Sozialdemokraten bringen eine Reihe von Anträgen in die Ratsdebatte ein, die sich mit Fahrzeugen, Fahrrädern und Fußgängern in der Innenstadt beschäftigen. Ihnen sind diese Themen für das geplante Innenstadtkonzept wichtig.

Umfangreich ist der Katalog, mit dem die SPD den Verkehr in Erkelenz neu regeln will. Vier Anträge mit mehr als zehn kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen hat sie an den Stadtrat gerichtet. Dazu gehören das Kölner Tor ebenso wie zahlreiche Radwege und die Großkreuzung von Aachener, Antwerpener, Krefelder sowie Goswinstraße. Dazu gehört aber auch ein Ansinnen, welches die Sozialdemokraten schon in den Vorjahren immer wieder zur Diskussion stellten: Sie beantragen, dass die Stadtverwaltung dazu beauftragt wird, den aus dem Jahr 1995 stammenden und 2008 fortgeschriebenen Verkehrsentwicklungsplan für Erkelenz zu überprüfen und zu erneuern.

"Wir verstehen unsere Anträge als Beitrag zum anstehenden Innenstadtentwicklungskonzept, das für Erkelenz erstellt werden soll", erläutert Rainer Rogowsky, der Fraktionsvorsitzender der SPD ist und dessen Werben um eine Ratsmehrheit für die Anträge in der Sitzungsperiode im Juni beginnt.

Umfassend ist der Antrag der SPD auf einen erneuerten Verkehrsentwicklungsplan. Dieser wird als notwendig erachtet, weil sich das "Verkehrsaufkommen in Erkelenz in erheblichem Maße verstärkt" hat, weil neue Annahmen zur Elektromobilität zu treffen sind und weil "diverse Umgestaltungen im innerstädtischen Verkehrsraum und die Neuanbindung der Landstraße 227 an die Bundesstraße 57" zu Veränderungen geführt haben. Deshalb fordert die SPD: "Um eine an den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer orientierte zukunftsfeste Verkehrspolitik zu ermöglichen, ist die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans in allen Teilen unerlässlich."

Punktuell sind hingegen andere Maßnahmen, die von der SPD beantragt werden. So erinnert Fraktionsvorsitzender Rainer Rogowsky in einem Antrag daran, dass "mehrfach beantragt wurde", die Kreuzung von Antwerpener, Aachener, Krefelder und Goswinstraße in einen Kreisverkehr umzugestalten, "ohne dass dies zur Umsetzung kam". Und das, obwohl es sich um "einen der neuralgischsten Verkehrsknotenpunkte in Erkelenz" handele. Seine Fraktion beantragt deshalb, dass die Stadt Erkelenz mit den Trägern der überörtlichen Straßen neu über den Bau eines Kreisverkehrs verhandeln soll. Sie begründet, dass "sich die Verkehrssituation insbesondere für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Hückelhoven und für Fahrradfahrer unübersichtlich darstellt".

Mehrere Maßnahmen, die von der SPD beantragt werden, beschäftigen sich mit Fahrradwegen, die zu sanieren oder neu einzurichten seien. Weil sich diese teilweise nicht im Besitz der Stadt Erkelenz befinden, solle sich die Verwaltung bei den überörtlichen Behörden für diese Projekte starkmachen. Angesprochen werden unter anderen die Roermonder und Venloer Straße, wo "ein weiterer Radweg, hilfsweise ein Fahrradschutzstreifen in Fahrtrichtung Wegberg, angelegt" und der bestehende Radweg von Grund auf saniert werden sollte, sowie der Fahrradweg entlang der Bahngleise zwischen der Gerhard-Welter-Straße und der Kreisstraße 33. Hier fordert die SPD, dass dieser "fortlaufend bis zur Straße Zum Wahnenbusch so aufgebaut und gepflegt wird, dass eine ganzjährige Nutzung ermöglicht wird". Fahrradschutzstreifen beantragt die SPD ferner für die Tenholter und Aachener Straße, den Schulring, Adam-Stegerwald-Hof und die Paul-Rüttchen-Straße. "Fahrradschutzstreifen sind ein probates Mittel, die Nutzung des öffentlichen Straßenraums für Fahrradfahrer sicherer zu machen und Kraftfahrer auf den Platzbedarf auf der Straße aufmerksam zu machen", erläutert Rogowsky. Die Maßnahme sei darüber hinaus geeignet, "den Status als fahrradfreundliche Stadt zu festigen".

RP-Foto: (Archiv)

(spe)
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