Erkelenz: Spatenstich für Gemeindezentrum

Erkelenz: Spatenstich für Gemeindezentrum

In Immerath (neu) wird seit gestern eine Begegnungsstätte errichtet – mit Kapelle, Pfarrheim und Büro. Das Haus wird später St. Lambertus geweiht, denn ersetzen wird es die ehrwürdige Kirche St. Lambertus zu Immerath (alt).

In Immerath (neu) wird seit gestern eine Begegnungsstätte errichtet — mit Kapelle, Pfarrheim und Büro. Das Haus wird später St. Lambertus geweiht, denn ersetzen wird es die ehrwürdige Kirche St. Lambertus zu Immerath (alt).

Gestern hat die Zukunft der Immerather Kapellengemeinde begonnen. In den Umsiedlungsort waren Jung und Alt gekommen. Zu Fuß, mit dem Kinderwagen und im Auto. Sie wollten den Spatenstich für die neue Kapelle und das Begegnungszentrum miterleben. Der Tag bildete den Abschluss langer und schwieriger Verhandlungen der Kirche mit RWE Power. Vor allem aber war es der Neubeginn für die Katholiken aus Immerath, Lützerath und Pesch, die ihre Heimat mit dem Immerather Dom für den Braunkohlentagebau aufgeben müssen. Ihnen wird jetzt ein Ort gebaut, "an dem wir Freud und Leid in Zukunft miteinander teilen wollen", erklärte Pfarrer Werner Rombach.

  • Fotos : St. Lambertus: Impressionen vom "Dom von Immerath"

Den Gebäudekomplex entworfen hat der Kückhovener Architekt Johannes Klomp. Mit dem künftigen, gut 16 Meter hohen Kirchturm will er an die markanten Zwillingstürme von St. Lambertus in Immerath (alt) erinnern, wo am 13. Oktober zum letzten Mal ein Gottesdienst gefeiert wird. Die künstlerische Innengestaltung des Gebäudes in Immerath (neu) hat der Erkelenzer Karl-Heinz Laufs übernommen. Er will beispielsweise durch die Übernahme von Bestandteilen des bisherigen Altars in den neuen, wo er alte und neue Formen miteinander verbinden will, die Erinnerung an die bisherige Kirche der Gemeinde aufrechterhalten. Klomp, Laufs und alle an dem Neubau Beteiligte stellte Pfarrer Werner Rombach gestern unter Gottes Schutz wie auch "alles, was in Zukunft zum Wohl unserer Gemeinde und unseres Ortes hier geschehen soll".

Wie bedeutend der gestrige Tag für alle Erkelenzer Umsiedler gewesen ist, machte Gisela Berger als Vorsitzende des Bürgerbeirats deutlich. Sie freue sich nicht nur über den ersten Spatenstich "als Meilenstein für die Geschichte unseres Ortes". Sie freue sich auch, weil gegenüber der städtischen Infrastruktur (mit Kaisersaal und Kindergarten) nun das geistlich-spirituelle Zentrum des Ortes entstehe. Und sie freue sich, "weil dieser Tag auch allen anderen Umsiedlungsorten Mut machen soll, dass es in der Entwicklung unserer Orte immer weitergeht".

(RP)
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