1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Erkelenz: Sonnenschein eG hatte ein "sehr erfolgreiches Geschäftsjahr"

Erkelenz : Sonnenschein eG hatte ein "sehr erfolgreiches Geschäftsjahr"

Die Erkelenzer Genossenschaft für sauberen Strom will ihren Gesamtertrag um 400 Prozent steigern.

In der neunten Generalversammlung der Erkelenzer Sonnenschein eG berichtete der Vorstand über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr sowie die Erweiterung der Genossenschaft durch den geplanten Zubau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage an der Ferdinand-Clasen-Straße. Mit dem neuen Projekt gehören dann acht Photovoltaikanlagen zum Bestand der Erkelenzer Sonnenschein eG: sieben Dachanlagen auf öffentlichen Gebäuden und eine Freiflächenanlage hinter der Grünannahmestelle.

"Die bestehenden sieben Anlagen haben 2016 eine Gesamtleistung von rund 180.000 Kilowattstunden erbracht und damit rund 15 Prozent mehr als prognostiziert", teilte die Genossenschaft nach der Versammlung in einer Presseerklärung mit. Insgesamt hätten deren Anlagen damit seit Inbetriebnahme im Jahr 2009 knapp 900 Tonnen Kohlendioxid gegenüber der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern eingespart. Für die Mitglieder wird für 2016 eine Dividende von 5 Prozent ausgeschüttet.

"Seit Jahren treten Erkelenzer Bürger mit Investitionswünschen an die Genossenschaft heran. Um diese zu erfüllen, realisieren wir in diesem Jahr den Bau einer Freiflächenanlage", berichtete die Sonnenschein eG. Die Stadt Erkelenz hat dazu wie berichtet ein 2,2 Hektar großes Areal zwischen der Autobahn 46 und der Trasse der Deutschen Bahn an die Genossenschaft verpachtet. Auf etwa zwei Dritteln davon werden 2772 Module auf 66 Ständertischen installiert. Die Photovoltaik-Anlage wird voraussichtlich im Herbst in Betrieb genommen und erzeugt dann rund 700 Megawattstunden pro Jahr. Die Erkelenzer Sonnenschein eG verdoppelt mit dem Projekt nach eigenen Angaben ihr Investitionsvolumen und steigert gleichzeitig den Gesamtertrag um rund 400 Prozent. Die Erkelenzer Sonnenschein eG war 2008 gegründet worden und betreibt seitdem Solarstrom-Anlagen auf kommunalen Dächern. Dazu zählen die Anlagen auf der Franziskus- und Luise-Hensel-Schule, der Erka-Halle und dem Erka-Bad, dem Kindergarten Bauxhof, der Hauptschule Erkelenz sowie auf der Lagerhalle des Bauhofes. Die Genossenschaft ist kein geschlossener Fonds, dessen Ziel sauberer Strom durch aktive Bürgerbeteiligung ist.

(RP)