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Sommeruniversität ESU 2022 plant Demo gegen Kohleabbau in Erkelenz-Lützerath

ESU 2022 in Mönchengladbach : Sommeruniversität plant Demo in Lützerath

Rund 800 „Studierende“ der Sommer-Uni, die 2022 in Mönchengladbach stattfindet, wollen mit weiteren Gruppen gegen Kohleabbau demonstrieren.

Mit einer Aktion im Weiler Lützerath unmittelbar an der Kante des Braunkohletagebaus Garzweiler II wollen die Teilnehmer der Europäischen Sommeruniversität (ESU) der sozialen Bewegungen am Samstag, 20. August, Solidarität mit den Menschen bekunden, die dort in ihren Camps gegen die Fortführung des Kohleabbaus und für den Schutz des Klimas und der Umwelt kämpfen. „Gemeinsam mit verschiedenen Gruppierungen wie etwa ,Fridays for Future‘ oder ,Parents for Future‘ wollen wir dort mit einer ‚Roten Linie‘ ein deutliches Zeichen setzen: Bis hier und nicht weiter!“, sagt Frauke Distelrath, Pressesprecherin von Attac Deutschland. Attac ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 90.000 Mitgliedern aus 50 Ländern seit der Gründung 1998 in Frankreich. Die Organisation setzt sich für eine gerechte Aufteilung des Reichtums in der Welt ein und möchte zu einer ökologischen, solidarischen und friedlichen Weltwirtschaftsordnung beitragen.

Nicht ohne Grund findet die fünfte ESU in Mönchengladbach statt. Die Nähe zum Braunkohletagebau als „Brennpunkt der Klimazerstörung“ war ausschlaggebend. Rund 600 Interessierte aus aller Welt haben sich bereits für das Treffen auf dem Campus der Hochschule Niederrhein vom 17. bis zum 21. August angemeldet, wie Christiane Kühnrich, Projektkoordinatorin der ESU 2022, mitteilt. „Gerne können weitere Interessierte kommen und teilnehmen.“ Sie rechnet mit rund 800 Teilnehmern. Seit einem knappen Jahr wird an der Durchführung der Sommeruniversität gearbeitet. „Im Dezember haben wird die Zustimmung der Hochschule erhalten, auf dem Campus tätig zu werden. Dann konnten die Themen festgelegt und die Referenten weltweit gesucht werden.“

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In rund 100 Workshops und Foren diskutieren die Teilnehmer über die brennenden Themen der Zeit: den Krieg in der Ukraine, die Corona-Pandemie, die Klimakatastrophe, die sozialen Verwerfungen. „Alles steht miteinander in Beziehung“, meint Hugo Braun als Mitglied des Koordinierungskreises dazu, „unser Ziel ist eine Welt des friedlichen, sozialen und demokratischen Zusammenlebens.“ Dazu soll die ESU, die erstmals 2008 in Saarbrücken durchgeführt wurde, Denkanstöße geben, Lösungsmöglichkeiten anbieten und Wege ebnen.

Nach der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 17. August, um 19 Uhr im Audimax der Hochschule Niederhein werden tagtäglich Veranstaltungen angeboten. Auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Patrick Wendlandt, Asta-Vorsitzender der Hochschule Niederrhein, weist auf die drei Konzerte abends am Donnerstag, Freitag und Samstag auf dem ehemaligen Sportplatz im Montforts-Quartier hin. Dort wird auch die Möglichkeit zu einem kostenlosen Schlafen in Zelten geboten. Das ausführliche Programm der ESU 2022 in Mönchengladbach ist zu finden unter www.esu22.eu/programm.