Nach Rettung des Dorfs So geht es mit dem Friedhof und der Kirche in Kuckum weiter

Kuckum · Genau wie das Kohledorf wird auch der Kuckumer Friedhof erhalten bleiben – jetzt machen sich Anwohner Gedanken darüber, wie es mit der Stätte weitergeht. Schwieriger ist die Situation bei der Herz-Jesu-Kirche.

Das alte Kuckumer Kreuz hat auf dem neuen Friedhof im Umsiedlungsort seinen Platz gefunden – und wird dort auch bleiben.

Das alte Kuckumer Kreuz hat auf dem neuen Friedhof im Umsiedlungsort seinen Platz gefunden – und wird dort auch bleiben.

Foto: Kira Lückge

Auch wenn die Stadt Erkelenz die Entwidmung des Friedhofs im Altort Kuckum rückgängig gemacht hat, wie der Ratsherr Reiner Merkens bei der Sitzung des Bezirksausschusses Keyenberg/Venrath/Borschemich in der Gaststätte Bruns in Venrath bestätigte, ist die in Kuckum gebliebene Bevölkerung nicht so vermessen, dass dort entfernte und im Umsiedlungsort installierte Kreuz zurückzufordern. Statt des ursprünglichen Kreuzes, das auf dem Friedhof in Kuckum (Neu) seinen Platz gefunden hat, wünscht die Dorfgemeinschaft Kultur-Energie in einem von Marita Dresen unterzeichneten Schreiben an Bürgermeister Stephan Muckel, die Bezirksausschussvorsitzende Sabine Rosen und die Fraktionen des Stadtrates, „dass der Friedhof in Kuckum (Alt) wieder mit einem Kreuz, als Symbol des Friedens und der christlichen Verbundenheit, ausgestattet wird.“ Die Mitglieder des Bezirksausschusses unterstützten einstimmig den entsprechenden Antrag.

Die Begründung hatte sie überzeugt: Durch die Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II bleiben der Friedhof und die jetzigen Grabstätten größtenteils erhalten. Zudem hat es bereits wieder Bestattungen gegeben, wie Merkens hinzufügte. „Daher denken wir, dass es jetzt an der Zeit ist, dem Friedhof wieder ein Symbol des Lebens und des Sterbens und damit ein würdiges Gesicht zu geben“, schreibt Dresen. Da die Stadt Erkelenz den Friedhof im alten Kuckum von der Pfarrei übernommen habe, sei sie als Eigentümerin für die Gestaltung verantwortlich. Gerne werde sich, so wird in dem Schreiben versichert, die Kuckumer Dorfgemeinschaft an der Gestaltung und Umsetzung des Projekts beteiligen.

Was bei der weiteren Nutzung des Friedhofs in Kuckum möglich ist, ist bei der Herz-Jesu-Kirche als ehemalige Filialkirche nicht so einfach. Sie ist nach dem Verkauf durch die Pfarre Christkönig ins Eigentum von RWE übergegangen und nach der Entweihung kein Gotteshaus mehr, sondern „nur noch ein Denkmal“, wie es bei der Sitzung auf eine entsprechende Nachfrage hieß. Jedwede Nutzung ist nur mit Zustimmung von RWE möglich.

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