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Sitzung bei der kfd Gerderath: „Löcher gucken“ auf dem Friedhof

Karnevalssitzung bei der kfd Gerderath : „Löcher gucken“ auf dem Friedhof

Bei der kfd Gerderath standen Sketche, Reden und Gesang auf dem Programm.

Ausgelassene Stimmung mit Büttenreden, Sketchen, Schwarzlichttheater und Gesang. Und das „Toilettenproblem“ war auch endlich gelöst. „Wir sind sehr, sehr froh. Gerade für unsere älteren Besucher und Menschen mit Beeinträchtigungen wäre es schwierig geworden, den Toilettenwagen draußen aufzusuchen“, so Sitzungspräsidentin Fatma Kremer. Gerade noch rechtzeitig für die beiden gut besuchten Sitzungen der katholischen Frauengemeinschaft waren die neuen Sanitäranlagen im Bürgerhaus fertig geworden.

Hier feierten die jecken Gerderather ihre stimmungsvolle Narren-Sause. Für einen gelungenen Auftakt sorgten die Mitglieder der fiktiven KG Suup mit ihren beiden quietschfidelen Tanzmariechen Elisabeth „Lizzy“ Scheerer und Celina Jakobs. Dabei stellte Elisabeth Scheerer eindrucksvoll unter Beweis, dass ein eleganter Spagat auch noch im Alter gelingen kann. Auf dem Gerderather Friedhof trafen sich Inge Thiel und Heike Hilsmann. „Löcher gucken“ nannten die beiden gesprächigen Freundinnen ihren ungewöhnlichen Zeitvertreib am offenen Grab.

Fazit bei der Silberhochzeit: Werner Thiel berichtete aus 25 Jahren Ehe mit unzähligen Aufs und Abs. Einen „Hefe-Song“ hatten Peter London und seine stimmgewaltige Truppe, der auch Ehefrau Sigrid angehörte, auf Lager. Im „Kaufhaus Kaufrausch“ trafen sich Fatma Kremer und Elisabeth Scheerer. Missverständnisse waren dabei programmiert, und so wurde aus dem gewünschten Medikament unter anderem ein Paar Laufschuhe, die bereits getragen waren.

Die Gruppe „Spätlese“ hatte eine eindrucksvolle Flamingo-Show mit Schwarzlichttheater-Effekten einstudiert. Später kam die Spätlese-Truppe noch einmal auf die Bühne, um den zahlreichen Besuchern einen kurzen Einblick zu gewähren in eine Unterrichtsstunde Kölsch-Englisch bei der Volkshochschule. Die Gerderather Tanzgruppe „Happy Hippos“, die Gesangsdarbietung der „Goldkehlchen“ wie auch das urkomische Zwiegespräch mit Mariechen und Trinchen alias Helga Klein und Heike Hilsmann sorgten für viel Gelächter in den Publikumsreihen.

Justin Spoden sowie Peter London mit seiner Familie erinnerten an längst vergangene Zeiten, als es in Gerderath noch Fremdenzimmer gab. 300 Euro für eine Übernachtung im Hotel Zur Burg waren dem weit gereisten Gast jedoch zu teuer.