Erkelenzer Land Sie wollen in den Landtag

Erkelenzer Land · CDU, SPD, Grüne und FDP haben ihre Kandidaten gewählt. Zur Landtagswahl im Mai treten Dr. Gerd Hachen, Nicole von den Driesch, Dr. Ruth Seidl und Tino Pakusa im Erkelenzer Land an.

Kurz, knapp, knackig: So beschreibt CDU-Kreisgeschäftsführer Lothar Kauffels den Landtagswahlkampf. Die Parteien im Kreis Heinsberg haben in dieser Woche ihre Landtagskandidaten nominiert. Überraschungen blieben dabei weitgehend aus: Die Kandidaten für die Wahl am 13. Mai (Muttertag) sind die gleichen wie bei der Landtagswahl am 9. Mai 2010 — mit Ausnahme der Liberalen. Die Kreis-FDP schickt zwei junge Leute ins Rennen.

Der Kreis Heinsberg ist in zwei Wahlkreise unterteilt: Zum Wahlkreis 10 (Nordkreis) zählen Erkelenz, Wegberg, Hückelhoven und Wassenberg, zum Wahlkreis 9 (Südkreis) Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg, Selfkant, Übach-Palenberg und Waldfeucht. Während der Wahlkreisvertreterversammlung in Heinsberg-Oberbruch wurde Dr. Gerd Hachen aus Erkelenz zum CDU-Landtagskandidaten für den Nordkreis gewählt. "Ich freue mich sehr über mehr als 90 Prozent Zustimmung", sagt Hachen. Er wertet seine erneute Nominierung als Wertschätzung für seine bisherige Arbeit im Landtag.

Zum vierten Mal tritt Dr. Ruth Seidl zur Landtagswahl an. Sie war in den vergangenen Jahren als Grünen-Politikerin an der Minderheitsregierung in Düsseldorf beteiligt und möchte "in diesem Team gerne weiterarbeiten". 42 Delegierte im Kreis Heinsberg konnten ihr die Stimme geben, 35 erhielt sie. Damit ist die Wassenbergerin zufrieden, zumal die anderen Stimmen teilweise ungültig und Enthaltungen waren. Nun hofft die promovierte Musikwissenschaftlerin auf einen guten Listenplatz auf Landesebene. Platz 21 war es bei der letzten Landtagswahl, der ihr ins Parlament verhalf. In den nächsten Tagen werden die Grünen im Kreis Heinsberg den Wahlkampf planen. "Ich möchte Aktionen mit mehreren Partei-Prominenten planen", sagt Ruth Seidl. Dafür werde es wohl weniger Plakate geben. In der Kürze der Zeit seien die gar nicht in gewohnter Stückzahl zu kleben und aufzuhängen.

Die Wegberger Ratsfrau Nicole von den Driesch wirft zum dritten Mal als SPD-Direktkandidatin für den Nordkreis bei einer Landtagswahl den Handschuh in den Ring. Bei der Wahlkreis-Delegiertenkonferenz in Hilfarth wurde sie ohne Gegenkandidatur mit 85,5 Prozent der Stimmen gewählt, wie Unterbezirksvorsitzender Norbert Spinrath mitteilte. 52 Ja-Stimmen standen acht Ablehnungen und einer Enthaltung der 62 Delegierten entgegen. Von den Driesch setzt auf ihre Außenseiterchancen, die größer seien als je zuvor. Denn mit SPD-Unterstützung sei in den letzten zwei Jahren für den Kreis einiges bewegt worden, unter anderem in der Schullandschaft infolge des Düsseldorfer Schulkompromisses.

Auf den Nachwuchs Anfang Dreißig setzen die Liberalen im Kreis: Mit überwältigender Mehrheit wurden in Ratheim für den Nordkreis der Ratheimer Tino Pakusa (33), Juli-Vorsitzender und Hückelhovener Parteivorsitzender, und für den Südkreis Kreistags-Fraktionsvorsitzender Stefan Lenzen (31) aus Dremmen nominiert. Sie erhielten 94 (Pakusa) und 95 Prozent der Delegierten-Stimmen. Beide schlägt die FDP auch für die NRW-Reserveliste vor. Auf dem politischen Parkett hat Stefan Lenzen (Hobbys: Fußball und Fitness) schon die ersten Schritte getan. Tino Pakusa bewegt sich in seiner Freizeit tanzsportlich in einer Lateinformation übers Parkett. Eine Veranstaltung zur Polizeipräsenz im Randgebiet des Kreises kündigt die FDP für den 18. April in Wegberg an — mit einem Diskussionspartner aus dem Landes-Innenausschuss.

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(RP)
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