Schulprojekt GGS Kückhoven: Wenn die Schule zum Zirkus wird

Projektwoche an der GGS Kückehoven : Wenn die Schule zum Zirkus wird

In der Gemeinschaftsgrundschule Kückhoven stand die Zirkusprojektwoche auf dem Programm. Wo sonst fleißig gerechnet und geschrieben wird, übernahmen in der vergangenen Woche Jongleure, Akrobaten und Clowns das Kommando.

Das zirkuspädagogische Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Kölner Spielecircus. Gemeinsam mit dessen Team und mit den Betreuern des offenen Ganztages erarbeiteten die 126 Grundschüler der GGS eine große Show.

Die Woche startete mit einem Fortbildungstag für Kollegium und die unterstützenden Eltern, die bei der Gruppenbetreuung sowie beim Auf- und Abbau des Zirkuszeltes tatkräftig mithalfen. In den klassenübergreifenden Gruppen wurden sie später zu Artistiklehrern. Es folgten zwei Schnuppertage, an denen die Kinder Einblicke in die verschiedenen Bereiche eines Zirkus bekamen. Nach dem Kennenlernen der verschiedenen Zirkusgenres durften die Kinder ihre liebsten Kunststücke wählen und probten diese im Laufe der restlichen Woche, wie Schulleiter Marcus Johnen erläuterte.

Im Rahmen zweier Abschlussaufführungen am Samstag präsentierten die kleinen Artisten ihr erlerntes Können in der Manege. Das Zirkuszelt des „Zirkus Kunterbunt“ war hinter der Grundschule, auf dem Ascheplatz des TuS Germania Kückhoven, errichtet worden. Dass es aufregend ist, selbst in der Manege zu stehen, war den kleinen Artisten während der Show kaum anzumerken. Mutig stellten sie sich der Herausforderung. Sie waren im Vorfeld bei allen Aktivitäten einbezogen und vielfältig gefördert worden, was ihr Zusammenwachsen als Gemeinschaft gestärkt hat.

Auf dem Programm standen lustige Clownsgeschichten, Menschenpyramiden, Balancierkunststücke, waghalsige Tricks mit Feuer sowie Tanz- und Jongliernummern. „Schauen Sie die Show mit Ihrem Herzen. Am Ende dürfen Sie ihren Lieblingsartisten wieder mit nach Hause nehmen“, wurden die zuschauenden Familien augenzwinkernd aufgefordert.

Schon eröffneten die beiden kleinen Zirkusdirektoren mit ihrer siebenköpfigen Clown-Truppe die Show und informierten das erwartungsvolle Publikum ausgiebig über die zu beachtenden „Sicherheitshinweise“ – beispielsweise das Aufmuntern des Sitznachbarn durch Kitzeln. Ihr akrobatisches Können führten die „Hochstapler“ vor. Die „Blue Stars“ beeindruckten später mit ihren Menschenpyramiden.

Nichts anbrennen ließen die Tellerdreher von „Heiße Platte“, die eindrucksvoll zeigten, für welche Kunststücke sich Teller zweckentfremden lassen. Frisch aus dem Gefängnis geflüchtet waren die kleinen Panzerknacker.

Jongliertricks mit Tüchern und Reifen präsentierten die Regenbogenkids. Buchstäblich „Nerven wie Drahtseile“ bewiesen die kleinen Seiltänzerinnen, als sie elegant auf dem Seil turnten. Auch die Nummer der Fakire war nichts für schwache Nerven: Die Artisten trotzten schmerzlos Glasscherben und Nagelbrettern. Was man mit den Geräten, die sich normalerweise auf Baustellen finden lassen, so alles anstellen kann blieb nicht außen vor: Die kleinen Bauarbeiter balancierten auf großen Rohren.

Dass Walzer für sie von gestern ist, zeigten die Cheerleaderinnen mit ihrem Tanz. Gegen Ende der Abschlussaufführung boten die Feuerkünstler eindrucksvolle Kunststücke mit Feuer dar und bewiesen dem begeisterten Publikum, dass sie keine Angst vor heißen Flammen haben. Die Kinder brachten die erlebte Faszination Zirkus mit ihren Nummern stolz zum Ausdruck. Zum großen Finale kamen alle nochmal in der Manege zusammen. Als Erinnerung an die bunte Zeit wurden die Aufführungen von einem professionellen Kameramann gefilmt und werden über den Förderverein später als DVD erhältlich sein.