RWE Power begründet Rodung bei Kuckum und Keyenberg

Rodung bei Kuckum abgeschlossen: RWE: Rodung für neue Straße – L 277 bald unterbrochen

2019 soll die Landstraße 277 zwischen Keyenberg und Holzweiler für den Tagebau unterbrochen werden.

Anwohner aus Keyenberg und Kuckum beklagen, dass RWE Power zwischen ihren Orten ein Waldstück rodet, um eine Straße bauen zu können. Im Rat der Stadt Erkelenz war deshalb in der vergangenen Woche die Forderung vorgetragen worden, der Energiekonzern solle die Arbeiten unterlassen, bis auf Basis des Berliner Kohlekompromisses abschließend geklärt ist, wie groß die drei Tagebaue im Rheinischen Revier werden. Möglicherweise werde die geplante Straße (L 354 n) gar nicht mehr benötigt.

Dem widerspricht RWE Power. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte ein Unternehmenssprecher: „In wenigen Wochen stehen unsere Bagger unmittelbar an der Trasse der alten Autobahn 61 und damit an der Landstraße 277, die sich teilweise eng an den bisherigen Autobahnverlauf schmiegt und deshalb südlich von Keyenberg wie diese schon in diesem Jahr unterbrochen werden wird.“ Die Landstraße verbindet derzeit noch Mönchengladbach-Wanlo und Keyenberg im Norden mit Holzweiler und Jackerath im Süden. Als Entlastungsstraße für die demnächst wegfallende Verkehrsverbindung ist die L 354 n geplant. Dazu der RWE-Sprecher: „Die Bauzeit dieser Straße, die an den Autobahnzubringer bei Wanlo anschließt und nördlich um Kuckum herumführen wird, beträgt zwei Jahre. Wir haben bei der Zeit also keinen Spielraum.“ Die aktuelle Rodungsperiode habe man folglich nutzen müssen, weil im Sommer mit dem Straßenbau begonnen werden solle. Es handele sich um eine planmäßige wie ebenso für die Verkehrsbeziehungen im Osten des Erkelenzer Stadtgebietes notwendige Entwicklung: „Die Rodung ist inzwischen abgeschlossen. Es wurde südlich des Wanloer Golfplatzes ein Baumstreifen mit etwa 200 Büschen und Bäumen weggenommen. Jetzt wird die Fläche auf Kampfmittel untersucht und danach von Archäologen.“

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