Erkelenz: Raumbedarf für Ganztag wächst

Erkelenz: Raumbedarf für Ganztag wächst

Erkelenz investiert fast zwei Millionen Euro in den Ausbau von zwei innerstädtischen Grundschulen.

Fast zwei Millionen Euro will die Stadt Erkelenz im nächsten Jahr investieren, um an zwei Grundschulstandorten mehr Platz für das Ganztagsangebot zu schaffen. Pläne wurden jetzt im Bauausschuss vorgestellt. Gebaut werden soll an der Franziskusschule am Zehnthofweg und an der Luise-Hensel-Schule am Salierring. Hochbauamtsleiter Martin Fauck sieht an beiden Orten "einen dringenden Bedarf an neuen Räumen".

2001 war die Luise-Hensel-Schule bezogen worden. Kurz nach Einführung des Ganztags hatte sich dort bereits "ein erheblicher Raumbedarf gezeigt, dem 2008/09 durch einen Erweiterungsbau Rechnung getragen wurde", blickte Martin Fauck im Bauausschuss zurück, um die aktuelle Entwicklung anzufügen: "Momentan liegen die Zahlen für den offenen Ganztag bei 132 Kindern und bei 68 in der Halbtagsbetreuung - bei steigender Tendenz. Die Betreuung dieser Zahl an Kindern ist in den vorhandenen Räumen nicht mehr darstellbar, Raumkapazitäten bestehen auch nicht in der Grundschule." Ähnlich verhalte es sich in der Franziskusschule, wo sich 175 Kinder im Ganztag und 46 Kinder in der Halbtagsbetreuung befinden.

Einstimmig beschlossen hat der Bauausschuss, das Gebäude für den Ganztag an der Luise-Hensel-Schule um eine Etage aufzustocken. Statisch ist das möglich. "Im Erdgeschoss sollen links und rechts an das bestehende Gebäude Treppenhäuser mit zusätzlichen Funktionsflächen angebaut werden, so dass wir die notwendigen zwei Rettungswege erhalten", erklärte Arndt Bischof von der Bischof Hermansdorfer Architekten GmbH aus Aachen im Erkelenzer Ausschuss. Im neuen Obergeschoss soll eine "Lern- und Betreuungslandschaft entstehen", die aus vier Gruppenräumen und offenen Spielbereichen besteht. Außerdem sind ein Aufzug und ein behindertengerechtes WC vorgesehen. "Alle Pläne sind eng mit der Schule abgestimmt", berichtete Bischof. Der Baubeginn könnte im späten Frühjahr sein, ergänzte Martin Fauck. Zu rechnen sei mit einer einjährigen Bauzeit. Positiv aufgenommen wurde von den Politiker im Ausschuss, dass für das Gebäude an der Luise-Hensel-Schule wie auch für die Franziskusschule Barrierefreiheit angestrebt werden. Dort ist geplant, ein eigenständiges Gebäude zu errichten, in das ein Aufzug eingebaut wird und das über eine Brücke mit dem Bestandsbau verbunden wird. "Damit wäre die Schule insgesamt barrierefrei", erklärte Martin Fauck. Weggenommen werden könne dafür ein bisheriges Treppenhaus. "Vier zusätzliche Räume werden an der Franziskusschule benötigt, über die sich das Büro Viethen bereits Gedanken gemacht hat." Vorgesehen ist ein Neubau neben dem Altbau, wo sich derzeit ein kleiner Bolzplatz befindet, für den ein Ersatz geschaffen werden soll. Optisch soll sich das neue Gebäude an das letzte Erweiterungsgebäude anpassen. "Baubeginn soll im Sommer 2018 sein und Fertigstellung Ende 2019", berichtete Fauck. Im Haushalt der Stadt Erkelenz, der am morgigen Mittwoch vom Rat beraten und beschlossen werden soll, sind für die Franziskusschule eine Million Euro und für die Luise-Hensel-Schule 835.000 Euro eingeplant.

(spe)