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Rasierklinge im Briefkasten: Attacke gegen Erkelenzer Politiker Manoj Subramaniam​

Rasierklinge im Briefkasten : Nächste Attacke gegen Erkelenzer Politiker Subramaniam

Am Wochenende haben die Hass-Attacken gegen das Stadtratsmitglied Manoj Subramaniam eine neue Ebene erreicht. Der 33-Jährige fand nach eigenen Angaben eine Rasierklinge in einem Briefumschlag.

Die möglicherweise rechtsextrem motivierten Attacken auf den Erkelenzer Grünen-Politiker Manoj Subramaniam haben sich am vergangenen Wochenende ausgeweitet. Wie das 33 Jahre alte Stadtratsmitglied auf seiner Facebookseite mit einem Foto öffentlich machte, habe er am Sonntag in seinem Briefkasten einen Briefumschlag gefunden, in dem sich eine Rasierklinge befand.

Am vergangenen Donnerstag hatte Subramaniam öffentlich gemacht, dass Unbekannte Kostenpflichtiger Inhalt ein Hakenkreuz und SS-Runen auf seine Haustür geschmiert haben, Anfang Juli war auch sein Auto mit antisemitischen Symbolen beschmiert worden, nachdem zuvor unter anderem zweimal die Seitenscheibe des Wagens eingeschlagen worden war.

Wie die Polizei mitteilte, ermittelt der Staatsschutz der Aachener Kriminalpolizei. Bislang konnten bei den Taten keine Verdächtigen ermittelt werden. Unklar ist noch, ob es Schutzmaßnahmen für den 33-Jährigen geben wird.

Subramaniam hatte unserer Redaktion am Freitag gesagt, dass er sich in seiner Wohnung nicht mehr sicher fühle und mit dem Gedanken spiele, umzuziehen. Der Politiker mit tamilischen Wurzeln sitzt seit 2020 für die Grünen im Stadtrat. Er engagiert sich bei Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl oder Willkommen Leben, setzt sich auch für die LGBTQ-Community ein.

Inzwischen hat Manoj Subramaniam gegenüber Parteikollegen zugegeben, die anhaltenden Bedrohungen erfunden zu haben, nicht aber die Sachbeschädigungen. Sein Ratsmandat und alle parteipolitischen Ämter legte er nieder. Polizei Aachen und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermitteln wegen des Verdachtes auf Vortäuschung von Straftaten.

(cpas)