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Projektzirkus in Erkelenz: Manege frei für junge Akrobaten

Zirkusprojekt der Astrid-Lindgren-Schule in Erkelenz : Manege frei für junge Akrobaten

Kleine Artisten, große Stimmung: Das Zirkusprojekt der Astrid-Lindgren-Schule verhalf den Grundschülern dabei, in der Manege zu strahlen. Das Projekt fand wegen der Corona-Pandemie unter strengen Hygienebedingungen statt.

Auf der großen Wiese im Ziegelweiherpark hieß es in dieser Woche für die Grundschüler der Astrid-Lindgren-Schule „Vorhang auf, Manege frei!“.

Die Zirkusprojektwoche mit dem Circus Baldini ließ die Kinder neue und aufregende Erfahrungen machen, die sie am Ende in einer rund eineinhalbstündigen Vorstellung ihren Familien präsentieren durften. So durften die Nachwuchsartisten etwa als Jongleure, Seiltänzer oder Trapezkünstler glänzen, andere bewiesen sich bei der Hundedressur oder auf dem Trampolin, während die jungen Clowns für Gelächter im Zirkuszelt sorgten.

„Wir wollten den Kindern wieder etwas Normalität zurückgeben und die Möglichkeit, ihre Freude an Bewegung wieder zu entdecken. Das ist im gewöhnlichen Schulunterricht aktuell sehr schwierig“, erklärte Schulleiterin Katrin Meyersieck. Am ersten Projekttag durften die Kinder alle Zirkusdisziplinen ausprobieren und sich dann entscheiden, welche zwei Nummern sie für die Abschlussvorstellung proben möchten. „Es ist unglaublich interessant zu sehen, wie die Kinder an ihren Aufgaben wachsen und sich gemeinsam mit ihren Zirkusnummern entwickeln“, sagte Meyersieck mit einem Blick auf die jungen Artisten, die sich mit Feuereifer in ihre Rollen stürzten und sich nach ihren Auftritten merklich stolz verbeugten.

Den Termin mit dem Familienzirkus Baldini hatte die Schule schon vor anderthalb Jahren gebucht, um den gewohnten vierjährigen Rhythmus für die Zirkusprojektwoche einzuhalten. Vor dem Sommer habe Meyersieck den Termin aufgrund der unsicheren Lage zunächst storniert, erinnerte sie sich. Nach den Sommerferien legte der Zirkus dann ein an die Schule angepasstes Hygienekonzept vor – das überzeugte Schulkollegium leitete dies an das Ordnungsamt weiter und sicherte sich nach positiver Rückmeldung zusätzlich bei den Eltern und dem Schulamt des Kreises Heinsberg ab.

Zu den Hygienemaßnahmen zählte für die Kinder unter anderem das Tragen von Masken auf dem gesamten Gelände mit Ausnahme der Manege, die Anleiter des Circus Baldini trugen dauerhaft Masken und zusätzlich Handschuhe, um den Kindern ohne Infektionsrisiko Hilfestellung zu leisten. Durch das Anheben der Zeltwand wurde das Zirkuswelt gut durchlüftet und die Requisiten wurden regelmäßig gründlich desinfiziert.

Zudem fanden die Proben nur jahrgangsweise und in Kleingruppen statt, es gab sogar eine eigene Toilette für jeden Jahrgang, um die Sicherheit der Kinder und ihrer Familien zu gewährleisten und potenzielle Infektionsketten möglichst klein zu halten. „Es hat richtig toll geklappt, alle haben sich super an die Vorschriften gehalten und es hat sich wirklich gelohnt“, freute sich Meyersieck.

Bedingt durch diese Hygieneregelungen durften allerdings auch keine Gruppen zusammengelegt werden. Dadurch trainierte jeder Jahrgang in Gruppen von acht bis maximal zehn Kindern pro Tag nur 75 Minuten, bevor es zurück in den Unterricht ging und der nächste Jahrgang das Zelt betrat. Insgesamt war die Probezeit der Grundschüler dadurch sehr gering – was ihre akrobatischen Leistungen in der Manege allerdings nur umso beeindruckender macht.

Nach dem großen Finale in der Vorstellung der Erstklässler bedankte sich die Schulleiterin bei dem Förderverein, der die Projektwoche komplett finanzierte und somit ermöglicht hatte, dass für die Teilnahme an der Projektwoche keine Kosten anfallen. Zudem richtete sie ihren Dank an das Team des Circus Baldini, das mit Geduld und Motivation dafür gesorgt habe, dass die Kinder sich in der Manege sicher fühlen und aufblühen konnten.