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Erkelenz: "Printenprinz"-Mord trifft Musik

Erkelenz : "Printenprinz"-Mord trifft Musik

Der Erkelenzer Autor Kurt Lehmkuhl und die Band "Hätzblatt" laden zu einem ganz besonderen Krimi-Abend ein.

Ein Öcher, der in Köln Karnevalsprinz werden will. Das ist im Grunde schon eine Todsünde, daher ist der Aufschrei in der altehrwürdigen Domstadt am Rhein riesengroß. Und in der Tat: Peter von Sybar, betuchter Printenproduzent aus Aachen, überlebt sein Vorhaben nicht. Noch nicht mal bis zur Proklamation seines Dreigestirns schafft er es.

"Printenprinz" - das ist der Titel des neuen Kriminalromans, den der Erkelenzer Autor Kurt Lehmkuhl verfasst hat. Er und die beliebte Stimmungs- und Mundartgruppe "Hätzblatt" fassen das Ganze am Mittwoch, 5. November, 20 Uhr, Müller's Platz, Kölner Straße 95, in "Mord und Musik" zusammen. Das außergewöhnliche Projekt mündet in einen literarisch-musikalischen Abend der Extraklasse. Der Autor und die Musiker verbinden spannende Kost aus dem Roman und jecke Lieder miteinander, dabei dürfen sich die Besucher auf einige schöne musikalische Überraschungen gefasst machen.

Zum Krimi: Noch vor der offiziellen Proklamation stirbt von Sybar bei einer nächtlichen Fahrt von Köln nach Aachen durch einen Gegenstand, der von einer Brücke auf sein Auto geworfen wurde. Die Frage, die sich der pensionierte Kommissar Rudolf-Günther Böhnke stellt, lautet: Ist der Mörder im karnevalistischen, beruflichen oder vielleicht privaten Umfeld des Opfers zu suchen? Böhnke ermittelt also im Trubel der fünften Jahreszeit und erhält dabei erstaunliche Einblicke hinter die Kulissen des närrischen Brauchtums.

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Zum Musikalischen: Bei "Mord und Musik" werden Lieder zu hören sein, die man von Hätzblatt kennt, aber auch Lieder, "die man mit Hätzblatt nie in Verbindung bringen würde", sagt Christopher Viehausen, der Keyboarder der Band. Dazu zählen sicher die Evergreens wie die urkölschen Leedcher im Stil Willi Ostermanns. Einige Songs wird die Band unplugged präsentieren. Und weil der Beginn der jecken Zeit nicht mehr weit weg ist, stellt Hätzblatt auch gleich neue Songs vor, die im Verlauf der Session auf den Bühnen für Wirbel sorgen werden.

Kurt Lehmkuhl und Chris Viehausen betonen, dass das Ziel ein lustiger Abend sei. Am Gelingen des Abends kann das Publikum übrigens beitragen, denn: Verteilt werden nämlich Liedzettel, damit die Besucher auch mitsingen können. Die Band jedenfalls hat bei den Proben schon eine Menge Spaß, versichert Chris Viehausen. Und auch Kurt Lehmkuhl ist die Vorfreude auf diese besondere Lesung anzumerken.

(RP)