Erkelenz: Positive Stadtentwickler

Erkelenz : Positive Stadtentwickler

Die gesellschaftliche Spannbreite von hohem gesellschaftlichem Engagement bis zur zunehmenden Aggression zeigte der Erkelenzer Bürgermeister beim traditionellen Schöffenessen auf - und dankte den Engagierten.

Die Gästeliste des Schöffenessens in Erkelenz, das stets den Jahresabschluss des Stadtrates bildet, war dieses Jahr eine Nachricht an die Bevölkerung. Bewusst hatte Bürgermeister Peter Jansen mehr Menschen als sonst eingeladen, um "die Bandbreite des bürgerschaftlichen Engagements" zu zeigen und jenen zu danken, die dieses leisten. Gleichwohl war damit ebenfalls der deutliche Hinweis Jansens verbunden, dass in der Gesellschaft längst nicht mehr alles in Ordnung ist: "Respektlosigkeit, Aggression und Gewalt nehmen zu. Das erleben in diesen Tagen auch Menschen, die im Dienst der Allgemeinheit stehen. Vor einigen Tagen wurde ein Mitarbeiter des Jugendamtes körperlich angegriffen. Auch die Mitarbeiter der Grünannahmestelle erleben immer wieder verbale Angriffe sowie Einbrüche und Zerstörung. Dazu ist dann auch noch festzustellen, dass die Erwartungshaltungen an den Staat und seine Einrichtungen immer höher und spezieller werden."

Dank richtete Bürgermeister Peter Jansen deshalb an jene, die in Erkelenz die Gesellschaft im Guten prägen, sei es als Flüchtlinsgehelfer, Kinderschutzbund, Event-Organisator, Freiwillige Feuerwehr, Arbeitgeber, Schützenbund oder Bewahrer von Stadtgeschichte und stadtgeschichtlich wichtigen Bauten wie der Burg. "In Erkelenz gibt es zum Glück eine Vielzahl solcher Menschen, die ergänzend zum Tun von Rat und Verwaltung diese Stadt mitgestalten. Eine Stadt entwickelt sich nur positiv, wenn viele daran mitwirken", sagte Bürgermeister Peter Jansen beim Schöffenessen im Alten Rathaus, das in diesem Jahr am Vorabend zu den Weihnachtsfeiertagen stattfand. Neben den Ratsmitgliedern waren weitere knapp 90 Gäste eingeladen gewesen, darunter auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten, die Bürgermeister der Nachbarstädte und Landrat Stephan Pusch. Gemeinsam hatten sie zum Anfang des Abends zunächst der Opfer des Terroraktes zu Wochenbeginn in Berlin gedacht. Erinnert wurde von Bürgermeister Jansen in seiner abschließenden Jahresrede im Weiteren außerdem an die in diesem Jahr verstorbenen Ehrenbürger Prälat Arnold Poll und Hans-Josef Mertens, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Heinsberg.

Dass Erkelenz - eine Stadt mit 1050-jähriger Geschichte, was 2016 gefeiert wurde - Zukunft hat, machte Jansen zu einem weiteren Thema, denn: "Ganz so weit müssen wir nicht zurückschauen, um zu erkennen, dass Erkelenz sich hervorragend entwickelt hat. Nie lebten hier mehr Menschen als heute. Wir haben die Zahl von 46.000 im November 2016 erreicht. Diese Zahl ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass in den vergangenen Jahren im Zuge des Tagebaus Garzweiler auch rund 400 Bürger weggezogen sind. Dennoch: Zuzug junger Familien fördern, Unternehmen stärken, Wohn- und Arbeitsort attraktiv gestalten, lautet die Maxime."

(spe)
Mehr von RP ONLINE