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Worte Zur Woche: Pfarreien auf dem Weg in die Fusion

Worte Zur Woche : Pfarreien auf dem Weg in die Fusion

Wenn zunächst eine Mehrheit in den Gemeindegremien und sodann Bischof und Priesterrat zustimmen, werden zum 1. Januar 2015 die beiden Erkelenzer Pfarreien aufgelöst und wird eine neue Pfarrei, die den Namen Christkönig tragen soll, gegründet. So ist es der Plan, der in den vergangenen Wochen in Erkelenz von einem Arbeitskreis der Pfarreien vorbereitet worden ist, über den Pfarrer Werner Rombach diese Woche berichtete. Den 26 000 Katholiken aus St. Lambertus und St. Maria und Elisabeth stehen bewegte und bewegende Wochen bevor.

Angst vor einer Fusion ist unbegründet. Das zeigt Erkelenz am eigenen Beispiel, wo im Jahr 2010 aus 16 Pfarreien nur noch zwei wurden. Dennoch laufen die Angebote vor Ort weiter und finden sich Menschen zur Mitarbeit bereit. Auch arbeiten auf administrativer Ebene und längst auch auf Ebene der Gemeindearbeit die Pfarreien eng zusammen. Vielmehr bedeutet ein Fusionsprozess freiwerdende Kräfte innerhalb der zusammenkommenden Gemeinschaften, die es zu nutzen gilt. Es ist eine gute Zeit für alle Katholiken einmal darüber nachzudenken, ob sie sich in ihrer Kirche nicht mehr (oder überhaupt erst) engagieren wollen, um die neue Gemeinschaft mit Leben zu füllen. Für die Verantwortlichen und Entscheidungsträger bedeuten die bevorstehenden bewegenden und bewegten Wochen, mit den Gemeindemitgliedern den richtigen Weg in die Fusion hinein zu finden und zu gehen. Bei 26 000 Katholiken eine große Aufgabe, bei der das Bistum helfen kann: durch Entscheidungen, die vor Ort gewünscht sind, und durch (zumindest für den Übergang) mehr als ausreichendes Personal.

VON ANDREAS SPEEN

(RP)