Orgelbauverein St. Lambertus Erkelenz präsentiert Benefiz-Kabarettabend mit Willibert Pauels

Für die neue St.-Lambertus-Kirchenorgel : Benefiz-Kabarett für die neue Orgel mit dem „bergischen Jung“

Orgelbauverein St. Lambertus präsentiert den im Karneval bekannt gewordenen Diakon Willibert Pauels in der Stadthalle.

„Wir denken, Willibert Pauels ist Zugpferd genug, um die Stadthalle zu füllen“, betonten jetzt Lambertus-Kantor Stefan Emanuel Knauer und Josef Viethen, Vorstandsmitglieder des Orgelbauvereins St. Lambertus Erkelenz, als sie den Benefiz-Kabarettabend am 4. September (20 Uhr) mit dem „frommen Jeck“ aus dem bergischen Wipperfürth ankündigten. Eine Veranstaltung zugunsten der in Auftrag gegebenen neuen Hauptorgel für die Pfarrkirche St. Lambertus.

Eigentlich braucht man in unserer Region den im Kölner Karneval bekannt gewordenen Humoristen gar nicht mehr groß vorzustellen, der als „Ne bergische Jung“ sein Publikum mitreißt und auch im Kreis Heinsberg schon mehrfach auftrat. Aber der Zeitpunkt der Veranstaltung kurz nach den Sommerferien veranlasse den Orgelbauverein doch, die Werbetrommel schon früh zu rühren, sagt Knauer: Karten für 15 Euro gibt es bereits im Pfarramt Christkönig und in den Erkelenzer Buchhandlungen Wild und Viehausen. Knauer und Viethen hoffen, dass möglichst viele schnell zugreifen.

Das Besondere des Spaßvogels mit Tiefsinn ist Pauels’ beruflicher Hintergrund als katholischer Diakon. Ein Gottesmann agiert als Narr. Seine beiden Berufungen seien eben artverwandt, erklärt Pauels. Bei beiden ginge es darum, die Menschen von ihren Ängsten zu befreien. „Bis zum 15. Jahrhundert gab es in der Ostermesse das Osterlachen“, erzählt Pauels. „Man lachte den Tod aus. Deshalb erzählten die Priester von der Kanzel einen Witz.“ Geistliche waren für Pauels deshalb die ersten Büttenredner.

Über 15 Jahre stieg der Diakon in die Bütt, bis zu einer krankheitsbedingten Zwangspause. Heute dosiert der Spaßvogel seine Auftritte, wirkt spürbar hintergründiger, ohne seinen Humor und die bodenständige Komik unter den Tisch zu kehren. Seine Botschaft lautet: „Religion bedeutet Trost. Wir müssen keine Angst haben. Lachende sind leicht wie Engel.“

Obwohl bekanntlich die neue Hauptorgel beim Mönchengladbacher Orgelbaumeister Martin Scholz bereits in Planung und Zuschnitt ist und die Fertigstellung für das Jahr 2021 im Blick ist, werde der Verein noch längerfristig auf Spenden und Erlöse aus Benefizveranstaltungen zur Abzahlung des zinslosen Kredites angewiesen sein, betonen Knauer und Viethen.

Für 2020 hat der Verein noch ein Benefiz-Event in Planung: Kantor Kanuer möchte „open air“ ein Konzert auf einer Lkw-Konzertorgel mit vornehmlich leichter Muse und Pop geben, vielleicht auf dem Erkelenzer Markt. Knauer: „Dann kommen Orgel und Konzert mal zum Publikum – nicht umgekehrt.“ Ein neuer Akzent.