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Ordensschwestern im Erkelenzer Land: Heimatverein auf Spurensuche

Ordensschwestern im Erkelenzer Land : Heimatverein auf Spurensuche

Einst gab es an vielen Orten in Erkelenz Schwestern, die vor allem bei der Krankenpflege und Erziehung halfen. Für das virtuelle Museum hat der Heimatverein deren Geschichte aufgearbeitet.

Bis ins 20. Jahrhundert sind im Erkelenzer Land noch einzelne Schwesterngemeinschaften vertreten gewesen. Nachwuchsmangel führte in allen Fällen zur Aufgabe der Dependancen. Heute sind die Schwestern und ihr segensreiches Wirken in Vergessenheit geraten. Deshalb hat sich nun der Heimatverein der Erkelenzer Lande auf Spurensuche begeben und präsentiert die Arbeitsergebnisse jetzt im Virtuellen Museum.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Rita Hündgen hat bei der Recherche interessante Ergebnisse zusammengetragen. „Nach Abzug der Franzosen gründeten sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche neue Klöster. Die Initiative zur Niederlassung dieser neuen Gründungen im preußischen Rheinland ging vor allem von der katholischen Bevölkerung aus. Durch Stiftungen und Schenkungen schufen sie hierfür die wirtschaftliche Grundlage“, sagt Hündgen.

Das Ordensleben selbst habe im späten 19. Jahrhundert einen Vorbildcharakter erhalten und einen immensen Aufschwung erlebt. Vor allem viele junge Mädchen fühlten sich zum klösterlichen Leben berufen. Verschiedene Ordenshäuser entsandten auf private oder kirchliche Initiative hin kleinere Gemeinschaften in die Städte und Dörfer, auch ins Erkelenzer Land.

Diese Ordensschwestern prägten hier das Leben. So gab es Gründungen in Erkelenz, Golkrath, Holzweiler, Kückhoven, Lövenich, Borschemich und Immerath. Die Schwestern halfen etwa in der Krankenpflege, in der Seniorenbetreuung und in der Kindererziehung und Schulbildung. Mit diesen karitativen Aufgaben betraut, genossen sie hohes Ansehen. In Erkelenz waren es gleich drei Orden, die ihre Schwestern entsandten, nämlich die Schwestern vom Armen Kinde Jesus, die sich vor allem der schulischen Bildung der Mädchen widmeten, die Armen Dienstmägde Jesu Christi aus Dernbach und die Cellitinnen aus Köln, die als Krankenpflegerinnen und in der Kindererziehung arbeiteten.

Alle Details im Netz unter www.virtuelles-museum.com.

(RP)