Theater bei der Nysterbachbühne Kriminelles mit Hüttenzauber in „Bad Lövenich“

Lövenich · Premierenzeit bei der Lövenicher Nysterbachbühne: „Zwischen Gipfel und Casino“, so heißt das neue Stück, mit dem die Schauspielergruppe ihr Publikum begeistert. Einige Vorstellungen stehen noch aus, dafür gibt es noch Karten.

Ein Szenenbild vom Theaterstück "Zwischen Gipfel und Casino": Die Nysterbachbühne feierte Premiere.

Ein Szenenbild vom Theaterstück "Zwischen Gipfel und Casino": Die Nysterbachbühne feierte Premiere.

Foto: Ruth Klapproth

Bad Lövenich liegt mitten im Skigebiet mit schneeweißen Pisten, Sessellift und romantischem Hüttenzauber. Im Nachbarort Katzem treibt Mafia-Boss Ivan (gespielt von Jorge Lopez) sein Unwesen. Auf der Bühne herrscht eine winterliche Atmosphäre, als die Hobbymimen der Nysterbachbühne „Zwischen Gipfel und Casino“ viele skurrile Abenteuer erleben und das Publikum in der Nysterbachhalle daran teilhaben lassen.

Ihre Premiere als Räuberduo haben sich die abgebrühte Danuta (Sabine Weitz) und ihr Freund Rüdiger alias Rulle (Jochen Weitz) anders vorgestellt. Soeben hat das amateurhafte Gangster-Pärchen das Casino des brutalen Geschäftsmanns Ivan ausgeraubt und eine nicht unerhebliche Summe Schwarzgeld in einer Sporttasche erbeutet. Die biedere Gisela (Steffi Schrade), Angestellte aus dem Brillenfachgeschäft, war als Geisel eigentlich gar nicht eingeplant. Mit der Seilbahn flüchten die Täter auf den so genannten Hochzeitsgipfel, eine luxuriöse Wellness-Berghütte für Hochzeitspaare, in der Elvis (Hendrik Steinke) und Wendy (Manuela Bücken) ihr Hochzeitswochenende vor der standesamtlichen Trauung verbringen möchten.

Zu ersten Turbulenzen kommt es, als der naive Elvis, der als Hilfssachbearbeiter im Finanzamt Erkelenz-Mitte seine Brötchen verdient und zum biederen Rautenmuster-Pullunder Sockenhalter trägt, Colette aus dem Rotlichtmilieu (Lena Weitz) einen Unterschlupf im Schneesturm anbietet, weil er die berechnende Prostituierte für eine harmlose Anhalterin gehalten hat. Nach und nach treffen unterschiedliche Gäste auf der Skihütte ein. Casinobesitzer Ivan möchte sein Schwarzgeld zurück, droht sogar dem Erkelenzer Bürgermeister in der ersten Reihe: „Muckel, keine Tricks!“ Mit Goldzahn, Schmuck, russischem Akzent und Pelzmantel erfüllt Ivan-Darsteller Jorge Lopez sämtliche Klischeevorstellungen.

Polizistin Ilka (Silke Bauten) ist auf der Suche nach den Dieben. Geisel Gisela kommt in den Besitz der Beute, macht mit der Ordnungshüterin gemeinsame Sache und verliebt sich in sie. Der urkomische Zweiakter unter der Regie von Christine Laenen und Eugen Symanski begeisterte die Zuschauer. Karten für die nächsten Aufführungen der turbulenten Komödie von Bernd Spehling (am kommenden Freitag um 20 Uhr sowie am Samstag, 19 Uhr) sind noch zu haben bei den Darstellern sowie an der Abendkasse. „Ohne unsere Helfer könnten wir das gar nicht stemmen“, verriet Vorsitzender Hendrik Steinke, der Bühnenbauern, Technikern und Requisiteuren dankte. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. „Das alles ist nur möglich durch eine großartige Teamleistung“, so Steinke weiter.

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