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Erkelenz: Neurologische Station für Erkelenz bewilligt

Erkelenz : Neurologische Station für Erkelenz bewilligt

Das Hermann-Josef-Krankenhaus soll ausgebaut werden, um Platz für eine neue Neurologische Station zu schaffen.

"Nicht ohne Stolz" kündigte Bürgermeister Peter Jansen gestern an, dass am Erkelenzer Krankenhaus eine neue Station eingerichtet werden darf. Die dazu erforderlichen Genehmigungen sind inzwischen bei der Hermann-Josef-Stiftung eingegangen, deren Kuratoriumsvorsitzender er ist. Für die neue Disziplin soll das Krankenhaus an der Tenholter Straße ausgebaut werden.

Von "einer Millioneninvestition" sprach Jansen gestern. Details zur Finanzierung, Bauplanung und inhaltlichen Ausgestaltung der neuen Station werden die Stiftung, Krankenhausverwaltung und ein Architekt in den nächsten Wochen besprechen. Es deutet sich jedoch an, dass ein Gebäudeflügel ("Immerather Trakt") um eine Etage aufgestockt und zudem angebaut wird. Geplant ist, die neue Station nächstes Jahr in Betrieb zu nehmen.

30 bis 40 Betten soll die Neurologische Station bekommen. Ebenso viele neue Mitarbeiter will das Krankenhaus einstellen, ließ Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz durchblicken. Einen neuen Chefarzt wird die Station indes nicht bekommen. Dazu sagte Salz: "Wir wollen unsere Geriatrie, Palliativmedizin und die neue Neurologie verbinden und dabei neue Wege gehen. Der Geriatrische Chefarzt Dr. Christian Isensee wird die Gesamtleitung über die drei medizinischen Felder übernehmen und diese mit zwei leitenden Oberärzten betreuen. Für die Neurologie werden wir somit einen leitenden Oberarzt einstellen."

Auf der Neurologischen Station wird das Krankenhaus eine Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) einrichten, um eine schnellere Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Bisher war das Erkelenzer Land hiermit nicht ausgestattet. "Jeder Landkreis soll laut Ministerium eine solche Einheit haben, um kurze Wege zu schaffen und die Sterblichkeitsrate zu senken. Unsere Abteilung wird die Stroke Unit für den Kreis Heinsberg übernehmen", erklärte Salz. Und Dr. Christian Isensee ergänzte: "Künftig wird für Patienten gut eine halbe Stunde Fahrzeit gespart - bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an." Eingerichtet wird die Stroke Unit mit dem Neubau der Neurologischen Station, danach jedoch muss diese Isensee zufolge noch ihre Zertifizierung erwerben.

(spe)