Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz

Neujahrsempfang mit Bürgermeister Peter Jansen : Wie Zahnräder Erkelenz gestalten

Der Bürgermeister hatte geladen: In der Stadthalle fand der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz statt – und Peter Jansen rief die Bürger auf, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Eine gute Basis sei längst gelegt.

Zahnräder, die ineinander greifen, um etwas zu bewegen. Dabei kann ein Rad alleine nicht viel ausrichten. „Lassen Sie uns gemeinsam 2020 gestalten und Verantwortung übernehmen, damit die Zahnräder auch zukünftig richtig arbeiten. Wichtig ist: Auch in 2020 geht es nur voran, wenn Verantwortung übernommen wird“, sagte Bürgermeister Peter Jansen, der zum Neujahrsempfang in die Erkelenzer Stadthalle eingeladen hatte. Der Verwaltungschef präsentierte sich nicht nur guten Mutes, er richtete seinen Appell im Allgemeinen an jeden Erkelenzer Bürger, an jede Erkelenzer Bürgerin, in die Gestaltung der Stadt einzugreifen und mitzuwirken. Jansen sieht Erkelenz gerüstet für die kommenden und anstehenden Aufgaben.

In seiner gut 45 Minuten dauernden Ansprache zur aktuellen Situation der Stadt hat sich Peter Jansen gleich mehrere Aspekte herausgesucht, um darzustellen, wie Erkelenz aufgestellt ist. Eines seiner Beispiele: die Entwicklung im GIPCO. Das Gewerbegebiet brachte Jansen mit dem Begriff Erfolgsgeschichte zusammen. „GIPCO IV wächst, was wir alle an den mächtigen Erdwällen erkennen können.“ RWE Power halte dabei an der eigenen Zusage fest, was Jansen zufrieden stimmte. Darüber hinaus teilte der Bürgermeister mit, dass das Baugeschehen in dem entwickelten Bereich auch bald beginnen könne, denn Ansiedlungswillige haben ihre Unterschriften unter die Verträge gesetzt.

Überraschen können die Erkelenzer ihren Bürgermeister wohl auch noch, denn: „So hätte ich das nicht erwartet“, bekannte Peter Jansen, als er ein weiteres „Megathema“ ansprach – das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadtentwicklung. Das „Großprojekt Erkelenz 2030“ sei mit riesiger Bürgerbeteiligung auf dem Weg. Die Stadt habe bereits entsprechende Städtebaufördermittel beantragt. Die Bürgerbeteiligung wolle die Stadt auch in 2020 mit den Themen Verkehr und Gestaltung der Plätze fortsetzen.

Bürgermeister Peter Jansen (l.) begrüßte seine Gäste wieder persönlich in der Stadthalle. Foto: Anke Backhaus

In den Blick rückte Bürgermeister Peter Jansen auch das alte Amtsgericht am Bahnhof. „Für das alte Amtsgericht und das alte Gesundheitsamt ist die letzte Strophe gesungen. Am 8. Januar wurde der Notarvertrag unterschrieben“, so Jansen. Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg habe energisch durch die Detailverhandlungen geführt. Das Land Nordrhein-Westfalen, dem zwei Drittel der Fläche gehörten, hat sich eingebracht, sodass noch in diesem Jahr mit dem Abriss des Gebäudes begonnen werden kann. Mit einem Vollsortimenter soll Erkelenz laut Jansen ein neues Gesicht bekommen. Dieser Vollsortimenter soll den Innenstadtbedarf decken. Stichwort Amtsgericht: An der Aachener Straße befindet sich das „Uralt-Amtsgericht“, wie Peter Jansen es nannte. Es wird nun bekanntermaßen für die Kreismusikschule Heinsberg hergerichtet werden.

Die Richtung, die die Stadt Erkelenz eingeschlagen hat, um allen Generationen gerecht zu werden, sieht Peter Jansen als gute an. Unterschiedliche Themen wie besonders der Braunkohlentagebau und die Umsiedlung erfordern noch eine Menge Arbeit. Rund 20 Prozent seiner Arbeitszeit seien für den Tagebau erforderlich. Die Aufgaben seien nach wie vor komplex, es gelte daher immer noch, das Beste für die betroffenen Menschen herauszuholen.

„Erkelenz übernimmt in 2020 wieder gerne gesamtgesellschaftliche Verantwortung, weil wir es eben können. Sich um Erkelenz zu kümmern, bedeutet Aufwand, macht aber auch Spaß. Lassen Sie uns auf die Arbeit des Jahres 2020 freuen. In diesem Sinne – bleiben Sie aktiv für Erkelenz“, betonte Peter Jansen in seiner Rede zum Neujahrsempfang überzeugt.

Unterm Strich stellte der Bürgermeister schließlich fest und machte klar: Nichts kommt von allein, Organisation muss sein. In Rat und Verwaltung sieht Peter Jansen fachkundige Vertreter und Mitarbeiter, die zum Wohl der Stadt und ihrer Menschen unterwegs sind.