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Neues Buch von Angelika Immerath: Erkelenzer Autorin „endlich angekommen“

Neues Buch von Angelika Immerath : Erkelenzer Autorin ist „endlich angekommen“

Die Erkelenzerin Angelika Immerath hat ihr sechstes Werk geschrieben. Darin hat sie etwas neues gewagt und Gedichte aus den letzten 23 Jahren gesammelt. Bald will sie auch Lesungen veranstalten.

Mit 85 Jahren ist Angelika Immerath endlich zur Ruhe gekommen. „Hier fühle ich mich Zuhause“, sagt sie. Sie hat eine Heimat gefunden, obwohl sie schon seit Jahrzehnten in Hetzerath wohnt. Jetzt erst fühlt sie sich „richtig“ angekommen, nicht zuletzt deshalb, weil sie sich im Förderverein Hohenbusch bei den Menschen, den Veranstaltungen und in den Gebäuden aufgehoben fühlt. Demnächst werde sie auf Hohenbusch eine Lesung veranstalten, verrät die umtriebige Frau, die zwar zur Ruhe gekommen, aber nach wie vor rastlos ist. Die pensionierte Lehrerin mit dem Schwerpunkt Germanistik hat vor wenigen Tagen ihr neuestes Buch veröffentlicht. Es ist bereits ihr sechstes Werk und trägt den Titel „Unbekanntes Land“.

Schon immer habe sie geschrieben und mit 14 Jahren ihre ersten Gedichte verfasst, berichtet die 1936 in Berlin geborene Frau, die nach ihrem Lehramtsstudium jahrzehntelang in Erkelenz unterrichtete. Aufgemuntert durch ihre Lehrer und durch Verwandte und Bekannte ist das Schreiben ihr Leben lang ein Begleiter geblieben.

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Romane, Kurzgeschichten hat Angelika Immerath verfasst und veröffentlicht. Mit Kriminalgeschichten hat sie angefangen, doch blieb sie nicht bei diesem Genre. Kinderbücher, Kurzgeschichten, Romane folgten. Die Autorin will sich nicht festlegen. Sie muss immer wieder etwas Neues versuchen. Nur die Gedichte, die schlummerten lange Zeit in der Schublade beziehungsweise als Datei auf dem Rechner. „Es sind Gedichte aus mindestens 23 Jahren“, meint die Autorin beim Blättern durch ihr aktuelles Werk.

Sie seien sehr unterschiedlich, zum Teil melancholisch, zum Teil heiter und sie entführen, wie der Titel besagt, den Leser in ein unbekanntes Land, das es zu entdecken gilt. Gerne hätte Immerath auch einige ihrer ersten Gedichte beigefügt. „Aber sie sind weg, unauffindbar“, wie sie mit ein wenig Bedauern sagt. Nur eine einzige Zeile aus den ersten Werken ist ihr dauerhaft in Erinnerung geblieben: „und hinter den Dünen droht das Meer.“  Vielleicht werden diese Worte ja noch einmal Einzug halten in ein andres Werk.

Derzeit nutzt Angelika Immerath ihre Rastlosigkeit für ein neues Projekt. „Ich erfinde die Geschichte und alle Figuren. Es gibt keinerlei Bezug zu tatsächlichen Menschen und Begebenheiten“, sagt sie. Sie wird schreiben, „bis mir der Tod den Griffel aus der Hand nimmt“, wie sie es einmal ausdrückte. Das Schreiben habe sie immer begleitet und werde sei weiter begleiten. Es ist die Triebfeder ihres Lebens, das auch viele Schattenseiten hatte. Aber jetzt ist Angelika Immerath angekommen, rastlos, aber nicht ruhelos.

Ihr Gedichtband „Unbekanntes Land“ ist im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 9783753485782 zum Preis von 4,99 Euro.