Erkelenz: Neuer Kreisverkehr – Umrisse sind jetzt erkennbar

Erkelenz : Neuer Kreisverkehr – Umrisse sind jetzt erkennbar

Am einstigen Brücktor in Erkelenz wird seit gestern im ersten Bauabschnitt des Kreisverkehrs asphaltiert.

Der lange Winter sowie umfangreiche archäologische Untersuchungen haben die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr in der Erkelenzer Innenstadt langsamer vorangehen lassen als geplant. "Ein bis zwei Wochen haben uns die Wetterkapriolen gekostet", bestätigte Axel Freches vom Tiefbauamt gestern auf Anfrage der RP.

Die verlorene Zeit aufzuholen, sei nur begrenzt möglich: "Die Baustelle soll aber bis Ende Mai zum Lambertusmarkt so weit fertiggestellt sein, dass wir anschließend nur noch Restarbeiten zu erledigen haben." Geplant war, das größte Erkelenzer Straßenbauprojekt der vergangenen Jahre bis zur Kirmes fertigzustellen.

Seit wenigen Tagen ist zu erkennen, wie sich der neue Kreisverkehr in das Straßenbild einpassen wird. Finanziell gefördert vom Land NRW wird seit dem 8. Januar an der Kreuzung von Theodor-Körner- und Brückstraße sowie Ost- und Nordpromenade gebaut. Gestern ist mit den Asphaltarbeiten im ersten Bauabschnitt — die Flächen zum Dahlke-Platz hin — begonnen worden. Der zweite Bauabschnitt soll ab Mitte April folgen.

Der Abschlussbericht der Archäologen steht noch aus, jedoch geht Axel Freches davon aus, dass Historiker künftig "dank der Funde noch weiter ins Mittelalter blicken können. Die Bodenfunde lassen Rückschlüsse zu, wie die Stadtmauer einst an das Stadttor", das Brücktor, angeschlossen gewesen seien. "Gefunden wurde bei der Baumaßnahme Ziegelmauerwerk."

Ulrich Wendt von den Grünen hatte bereits vor Baubeginn angeregt, die möglicherweise unter der Straße liegenden Fundamentreste des Brücktores später für die Bürger sichtbar zu machen. Rainer Merkens von der CDU hatte vorgeschlagen, den "Kreisverkehr am Brücktor" auch entsprechend zu benennen.

(RP/rl)